In aller Kürze

Österreich mit Quintett bei der Hallen-WM

Der Österreichische Leichtathletik-Verband (ÖLV) hat gestern fünf Athletinnen und Athleten für die anstehenden Hallen-Weltmeisterschaften von Glasgow (1. bis 3. März) nominiert. Neben 400m-Läuferin Susanne Gogl-Walli (TGW Zehnkampf Union), Hürdensprinterin Karin Strametz (SU Leibniz) und Mehrkämpferin Verena Mayr (Union Ebensee) sind durch etliche Absagen auch die Sprinter Markus Fuchs und Magdalena Lindner (beide Union St. Pölten) ins Starterfeld gerutscht.

Heimische Läuferinnen und Läufer sind keine dabei. Am nächsten kam Caroline Bredlinger (LT Bgld Eisenstadt) nach starken Leistungen in der Hallensaison einer Qualifikation über die Weltrangliste. Da der Leichtathletik-Weltverband (World Athletics) die Resultate aus Freiluft-Saison selbst im Qualifikationsprozedere für die Hallen-WM hoch bewertet, fehlten der 22-Jährige die Punkte aus dem letzten Sommer für eine Qualifikation.

Hallen-WM 2024 in Glasgow

Österreichischer Leichtathletik-Verband

VCM bereits mit 30.000 Anmeldungen

Der Vienna City Marathon hat am gestrigen Mittwoch in einer Presseinformation mitgeteilt, exakt zwei Monate vor der Austragung der 41. Auflage die Marke von 30.000 Anmeldungen in allen Bewerben übertroffen zu haben. Besonders beliebt ist der Wiener Städtische Halbmarathon, für den das Kontingent bereits erschöpft ist, weswegen die Anmeldung für diesen Bewerb bereits geschlossen ist. Für den Marathon und den Powerade Staffelmarathon sind nur noch wenige Startplätze verfügbar.

„Die Laufbegeisterung ist enorm und es zeigt sich, dass viele Menschen ihre Planungen wieder deutlich früher und langfristiger machen als in den vergangenen Jahren“, sagt VCM-Geschäftsführer Dominik Konrad, der erstmals seit 2019 wieder mit über 40.000 Anmeldungen für den VCM kalkuliert. Die Laufbegeisterung habe sich auch bei den VCM-Winterläufen gezeigt, der letzte aus dieser Serie findet am 10. März statt. In den Sonntagsbewerben ist der VCM im Vergleich zu 2023 beim Gesamtkontingent von 35.000 Anmeldungen geblieben und setzt den Fokus auf die Veranstaltungsqualität. Am Samstag gehen der Coca-Cola Inclusion Run, die Kinder- und Nachwuchsläufe sowie der Vienna 5K über die Bühne, für alle Bewerbe ist die Anmeldung weiterhin möglich. „Gesundheit und gemeinsame Erlebnisse im Sport stehen hoch im Kurs. Mit unseren Laufangeboten haben wir aktiv zu dieser Entwicklung beigetragen“, meint VCM Geschäftsführerin Kathrin Widu.

Vienna City Marathon

Weltmeister Kerr läuft bei Hallen-WM

1.500m-Weltmeister Josh Kerr hat sich entschlossen, an den Heim-Hallen-Weltmeisterschaften vom 1. bis 3. März in Glasgow teilzunehmen. Der in den USA lebende Schotte wird allerdings nicht über die Mittelstrecke, sondern über 3.000m an den Start gehen, wie aus der offiziellen Nominierungsliste des britischen Verbandes (UK Athletics) hervorgeht. Neben Kerr stehen mit Jemma Reekie (800m) und Laura Muir (3.000m) noch zwei weitere schottische Medaillenhoffnungen auf den Laufdistanzen im Aufgebot. Die große Abwesende ist Keely Hodgkinson, die auf die Hallensaison 2024 verzichtet hat. Mittelstreckenläufer Neil Gourley muss aus Verletzungsgründen passen.

UK Athletics

Zwei Jahre Sperre für Mohamed Katir

Die Athletics Integrity Unit (AIU) hat den spanischen Mittel- und Langstreckenläufer Mohamed Katir für zwei Jahre gesperrt. Die Sanktion bezog sich auf drei verpasste Dopingkontrollen binnen eines Jahres, konkret sogar binnen siebeneinhalb Monaten, und entspricht dem gängigen Strafmaß für solche Fälle. Wie die AIU in einer Aussendung bekannt gegeben hat, hat der 25-Jährige, der davor in spanischen Medien rechtliche Schritte gegen den Vorwurf angekündigt hatte, das Vergehen mittlerweile zugegeben und die Strafe akzeptiert. Sie begann mit 7. Februar 2024 und dauert demnach bis 6. Februar, außerdem wurden alle Ergebnisse seit 10. Oktober 2023, dem Termin der dritten Kontrolle, gestrichen. Wie die AIU protokollierte, versuchte Katir zwei der drei verpassten Dopingtests mit technischen Fehlern im ADAMS-System zu argumentieren.

Mohamed Katir gehört zur europäischen Laufelite. Er gewann in den letzten eineinhalb Jahren zwei WM-Medaillen sowie eine EM-Medaille und hält den Europarekord im 5.000m-Lauf. Erst letzte Woche wurde die kenianische Marathonläuferin Sarah Chepchirchir von der AIU gesperrt. Als Wiederholungsbetrügerin fasste sie eine Sperre von acht Jahren aus, womit die Karriere der 39-jährigen, ehemaligen Siegerin des Tokio Marathon nun endgültig vorbei ist.

Athletics Integrity Unit

Kenianische Lauflegende Henry Rono verstorben

Die kenianische Lauflegende Henry Rono ist am vergangenen Donnerstag drei Tage nach seinem 72. Geburtstag in einem Krankenhaus in Nairobi verstorben. Einen Namen machte sich Rono auch im Wettkampfjahr 1978, als er binnen weniger als drei Monaten die Weltrekorde im 10.000m-, 5.000m-, 3.000m- und 3.000m-Hindernislauf verbesserte. Den 10.000m-Weltrekord brach er dabei im Wiener Prater, dieser Lauf gilt als eine der bedeutendsten leichtathletischen Leistungen auf österreichischem Boden überhaupt.

Zu Olympischen Ehren kam Rono, der zu den wichtigsten Pionieren im kenianischen Laufsprt gehört, nie, weil Kenia die Spiele in den Jahren 1976 und 1980 aus politischen Gründen boykottierte. So blieben Erfolge bei den Commonwealth Games und Afrikameisterschaften seine international bedeutenden Siege. Rono lebte über vier Jahrzehnte lang in den USA, wo er als Trainer arbeitete. Ronos Neffe Wilfried Bungei gewann 2008 bei den Olympischen Spielen von Peking die Goldmedaille im 800m-Lauf. In Berufung auf sein Statement berichteten kenianische Medien, dass Rono am 28. Februar beerdigt werden soll.

Hollingsworth und McSweyn glänzen in Melbourne

Beim ersten World Athletics Continental Tour Meeting der Stufe Gold am vergangenen Donnerstag in Melbourne ist die erst 18 Jahre alte Claudia Hollingsworth in die erweiterte Weltklasse gelaufen. Das australische Talent brach als erste Juniorin aus Australien überhaupt die Zwei-Minuten-Marke im 800m-Lauf und verbesserte den Ozeanien-Juniorenrekord ihrer Landsfrau Keely Small aus dem Jahr 2018 um exakt eine Sekunde auf eine Zeit von 1:59,81 Minuten. Hollingsworth, die von der australischen Lauflegende Craig Mottram trainiert wird, ließ damit in Melbourne die versammelte nationale Elite hinter sich: Abbey Caldwell, Catriona Bisset und Linden Hall mussten sich überraschend hinter ihrer jungen Landsfrau einordnen.

Das Top-Duell bei den Laufentscheidungen bei beim Meeting Maurie Plant im Lakeside Stadium im Albert Park der australischen Metropole lieferten sich Stewart McSweyn und Jake Wightman über die Meile. Der Australier siegte in einer Zeit von 3:52,00 Minuten mit 0,11 Sekunden Vorsprung auf den Schotten. Auch in diesem Rennen glänzte ein Youngster: Der 17-jährige Cameron Myers verbesserte seinen Ozeanien-Juniorenrekord um exakt drei Sekunden im Vergleich zum selben Meeting im Vorjahr auf eine Zeit von 3:52,44 Minuten. Die Siege in den 5.000m-Läufen gingen an Rose Davies (14:57,54) und Jack Rayner (13:16,34).

World Athletics Continental Tour

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