In aller Kürze

World Marathon Majors reduzieren Preisgeld

Nur zwei Tage nach dem Weltrekordlauf von Eliud Kipchoge haben die Abott World Marathon Majors eine Reduktion des Preisgelds ab sofort angekündigt – und zwar gleich eine deutliche. Zukünftig bekommen die Gesamtsiegerin und der Gesamtsieger der jährlichen Wertung 50.000 Euro – das ist nur ein Fünftel der Prämie, die Gesamtsieger zwischen 2018 und 2021 bekommen haben und nur ein Zehntel der Prämie der Gesamtsieger ab Einführung der World Marathon Majors im Jahr 2006. Bis 2017 hatten die Gesamtsieger nämlich 500.000 US-Dollar erhalten.

Die Prämien der Zweit- und Drittplatzierten wurden auf 25.000 bzw. 12.500 US-Dollar halbiert, dafür bekommen die Viert- und Fünftplatzierten zukünftig 7.500 bzw. 5.000 US-Dollar. Die Prämien der Rollstuhlfahrer wurden an jene der Läufer angeglichen. Das war der Aufhänger der Pressemitteilung der World Marathon Majors Anfang der Woche, die erhebliche Reduktion des Preisgeldes für diese Gleichstellung wurde gar nicht erwähnt. Eine unmittelbar gültige Entscheidung mitten in einer Saison zu treffen, in der der de facto Gesamtsieger Eliud Kipchoge zwei Traumleistungen gezeigt hat, ist höchst unsensibel.

Abbott World Marathon Majors

Halbmarathon in Chicago zu kurz

Ein kleiner Skandal trifft den Hoka Chicago Halbmarathon, der am vergangenen Sonntag ausgetragen wurde und nichts mit dem Bank of America Chicago Marathon am 9. Oktober zu tun hat. Der Veranstalter hat laut Medienberichten aus Sicherheitsgründen kurzfristig die Strecke verändert und sie damit um einen knappen Kilometer verkürzt.

Die anfängliche Freude vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer über persönliche Bestleistungen wurde schnell getrübt, da die individuellen Auswertungen der Trainingsapps bald flächendeckenden Zweifel aufwarfen, der in sozialen Medien geteilt wurde. Das Bemerkenswerte: Der Veranstalter hatte sein Teilnehmerfeld im Dunkeln gelassen und nicht informiert, schreibt das Canadian Running Magazin. Die nachträgliche Entschuldigung durch den Veranstalter kam daher sehr holprig daher.

Bezecny mit neuem U20- und U23-Rekord im 10km-Straßenlauf

Nachwuchstalent Emil Bezecny (Leichtathletik-Akademie Eisenstadt) hat am vergangenen Sonntag beim 19. Internationalen Ebreichsdorfer Stadtlauf den österreichischen Rekord im 10km-Straßenlauf der Altersklassen U20 und U23 verbessert. Mit einer Zeit von 29:56 Minuten, mit der er den Wettkampf gewann, verbesserte er die alten Bestmarken von Sebastian Frey (U20) und Stephan Listabarth (U23) jeweils um über eine halbe Minute.

Wie der ÖLV auf seiner Website berichtet, soll in den folgenden Wochen eine weitere Steigerung folgen. Der 17-Jährige hat in den vergangenen Wochen ein Trainingslager in St. Moritz absolviert.

Zwei kenianische Marathonläufer neu auf der Liste der Dopingsünder

Die Athletics Integrity Unit (AIU) hat die Sperren zweier weiterer kenianischer Marathonläufer bekannt gegeben. Emmanuel Saina, Sieger des Buenos Aires Marathon 2018 und des Honolulu Marathon 2021, wurde für drei Jahre gesperrt. Er hat bei einer Out-of-Competition-Kontrolle am 18. August in Eldoret eine positive Urinprobe auf Nandrolon abgegeben, das Ergebnis wurde drei Wochen später im WADA-akkreditierten Anti-Doping-Labor in Lausanne festgestellt. Da der Athlet den Betrug frühzeitig zugab und die Sanktionen bedingungslos akzeptierte, verkürzte die AIU seine Sperre um ein Jahr im Vergleich zur Standardsanktion bei Dopingfällen. Alle Ergebnisse Sainas ab 18. August 2022 wurden gestrichen, er hat allerdings seit dem Rotterdam Marathon 2021 (Fünfter in 2:05:51 Stunden) keinen Wettkampf mehr bestritten. Der 30-Jährige, der von Manager Federico Rosa vertreten wird, hält bei einer Marathon-Bestleistung von 2:05:02 Stunden (Dubai 2019), und blieb drei weitere Male unter 2:06 Stunden.

Die zweite Dopingsperre betrifft den international eher unbekannten Felix Kipchumba, Sieger des Nanjing Marathon 2018. Er wurde am 17. August bei einer Out-of-Competition-Kontrolle in Kapsabet positiv auf eine verbotenen Substanz getestet. Aus dem selben Grund wie bei Saina verkürzte sich die Sperre auf drei Jahren.

Athletics Integrity Unit

Frankfurt Marathon präsentiert Frauen-Feld

Die Kenianerinnen Sally Kaptich und Helah Kiprop führen das Elitefeld des Frauenrennens des Mainova Frankfurt Marathon an, wie der Veranstalter in einer Aussendung bekannt gibt. Kaptich erzielte ihr bisheriges Top-Resultat im Marathon als Dritte beim Berlin Marathon 2019, 2014 gewann sie WM-Bronze im Halbmarathon. Ihre Landsfrau Kiprop gewann WM-Silber im Marathon 2015 in Peking und im Jahr darauf den World Marathon Major in Tokio. Beide Läuferinnen sind im Alter von 36 und 37 mit viel Routine ausgestattet.

Die dritte Läuferin mit einer Bestleistung unter 2:22 Stunden im Feld ist die Äthiopierin Yoshi Chekole, Dritte des Sevilla Marathon 2022. Heimische Topläuferin ist Thea Heim, die eine Bestzeit von 2:36:10 Stunden aufweisen kann.

Mainova Frankfurt Marathon

Brigid Kosgei sagt für London Marathon ab

Marathon-Weltrekordhalterin Brigid Kosgei hat aufgrund einer Verletzung ihren geplanten Start beim London Marathon am kommenden Sonntag abgesagt. Wie die britische Nachrichtenagentur Reuters meldet, leidet die 28-Jährige an leichten Problemen mit der hinteren, rechten Oberschenkelmuskulatur. Daher konnte sie sich nicht optimal für den London Marathon vorbereiten.

Kosgei hat den London Marathon bereits zweimal gewonnen und hätte zum engsten Kreis der Favoritinnen gezählt. In einem Statement lässt sie den Eindruck erwecken, dass sie erst 2023 wieder auf die Marathon-Bühne zurückkehren wird.

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