In aller Kürze

Ehemalige Weltrekordhalterin Paola Pigni verstorben

Die ehemalige italienische Mittelstreckenläuferin Paola Pigni ist am Freitag im Alter von 75 Jahren verstorben. Wie die italienische Sporttageszeitung „La Gazzetta dello Sport“ berichtet, erlitt sie im Rahmen eines Termins in Rom, an dem sie als Repräsentatin teilnahm und bei dem auch der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella anwesend war, einen Herzinfarkt, den sie Stunden später im Krankenhaus erlag.

Die gebürtige Mailänderin lief 1969 in einer Zeit von 4:12,4 Minuten in der norditalienischen Metropole einen deutlichen Weltrekord im 1.500m-Lauf, gewann 1972 in München in unterdessen deutlich verbesserter persönlicher Bestleistung die Bronzemedaille hinter der neuen Weltrekordläuferin Lyudmila Bragina aus der Sowjetunion und Gunhild Hoffmeister aus der DDR und siegte zweimal beim Vorgängerevent der Crosslauf-WM. Pigni war eine der ersten Marathonläuferinnen überhaupt in Italien.

Marathonläufer Ekiru Kenias Sportpersönlichkeit des Monats Mai

Bei der traditionell von kenianischen Sportjournalisten durchgeführten Wahl zu Kenias Sportler des Monats Mai wurde Titus Ekiru beehrt. Der 29-Jährige gewann den Elitemarathon in Mailand in einer Zeit von 2:02:57 Stunden und stieß damit in die Weltklasse vor. Nachdem er für die Olympischen Spiele nicht nominiert wurde, will er im Herbst entweder in London oder Chicago starten. Sein Selbstvertrauen ist durch die Leistung in Mailand offenbar enorm gestiegen: Laut kenianischen Medienberichten fühlt er sich bereit, einen Marathon unter zwei Stunden zu absolvieren.

Ekiru setzte sich bei der Wahl vor Beatrice Chebet durch. Die Junioren-Weltmeisterin im Crosslauf hatte beim Diamond-League-Meeting mit einer starken Leistung als Siegerin im 3.000m-Lauf aufgezeigt.

Patrick Dever mit fantastischen NCAA-Meisterschaftsrekord in Eugene

Patrick Dever, ein britischer Läufer, der für die Tulsa University an den Start geht, hat bei den NCAA-Meisterschaften in Eugene am Mittwoch Ortszeit einen Uraltrekord ausgelöscht. Als Sieger des 10.000m-Laufs in einer Zeit von 27:41,87 Minuten blieb er fast 20 Sekunden unter dem 42 Jahre alten Meisterschaftsrekord von Suleiman Nyambui aus Tansania, den gleich zehn Läufer im Feld unterboten.

Stockerlplätze für deutsche Mittelstreckenläuferinnen in Marseille

Gleich drei Top-Drei-Platzierungen haben deutsche Mittelstreckenläuferinnen am Mittwochabend beim World Athletics Continental Tour Meeting (Bronze) in Marseille eingefahren. Im 800m-Lauf der Frauen lief Christina Hering mit einer Saisonbestleistung von 2:00,15 Minuten auf Rang zwei, die drittplatzierte deutsche Hallenmeisterin Tanja Spill erreichte in 2:00,66 Minuten sogar eine persönliche Bestleistung. Im Kampf um den Sieg war die haushohe Favoritin Jemma Reekie nicht zu schlagen. Sie verbesserte in einer Zeit von 1:58,41 Minuten den Meetingrekord ihrer Trainingskollegin Laura Muir um fast zwei Sekunden.

Neue Meetingrekorde gab es auch im 800m-Lauf der Männer, den Collins Kipruto in einer Zeit von 1:43,95 Minuten vor Lokalmatador Benjamin Robert, der in 1:44,53 Minuten eine neue persönliche Bestleistung erzielte, und Hallen-Europameister Patryk Dobek gewann, sowie im 1.500m-Lauf der Männer, den Abel Kipsang in einer Zeit von 3:32,68 Minuten vor Elliot Giles und Ignacio Fontes für sich entschied. Hanna Klein wurde im 1.500m-Lauf der Frauen in einer Zeit von 4:09,03 Minuten Zweite hinter der kenianischen Siegerin Edinah Jebitok (4:07,61).

World Athletics Continental Tour

Ripfel besiegt Lokalmatadorin Bredlinger in Eisenstadt

Am heutigen Abend, als Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger bei der vierten Station der Austrian Top Meetings in Eisenstadt einen neuen Landesrekord geworfen hat, hat die burgenländische Lokalmatadorin Caroline Bredlinger einen Heimsieg verpasst. Vor 276 zugelassenen Zuschauern war sie im 800m-Lauf der Frauen, der einzigen Laufentscheidung des Abends, in einer Zeit von 2:12,62 Minuten um eine halbe Minute langsamer als die Siegerin Laura Ripfel (ULC Weinland, 2:12,11).

Österreichischer Leichtathletik-Verband

29 Athleten für das Refugee Olympic Team

Das Internationale Olympische Komitee hat heute bekannt gegeben, dass 29 Athletinnen und Athleten das Refugee Olympic Team, welches zu seiner zweiten Olympia-Teilnahme nach Rio 2016 kommt, bilden. Es wird unter der Olympischen Flagge in das Olympiastadion von Tokio einlaufen. Das Team inkludiert Rose Nathike Lokonyen, 2016 Flaggenträgerin, und Anjelina Nadai Lohalith, zwei aus dem Südsudan stammende Mittelstreckenläuferinnen, die nach Kenia geflüchtet sind.

Im Marathon geht Tachlowini Gabriyesos mit einer Besonderheit an den Start. Der nach Israel geflüchtete Eritreer ist das einzige Teammitglied, dass mit der Erbringung des Olympia-Limits (2:10:55) die sportliche Qualifikation hat. Jamal Abdelmaji Eisa Mohammed aus dem Sudan und in Israel lebend geht im 5.000m-Lauf am Start, wie bei der WM 2019 in Doha. Paulo Amotun Lokoro, der aus dem Südsudan nach Kenia geflüchtet ist, startet wie bei der WM 2019 im 1.500m-Lauf. James Nyang Chengjiek läuft den 800m-Lauf. Chef de Mission des Teams ist erneut die ehemalige Weltklasse-Marathonläuferin Tegla Loroupe. Zum Trainierteam gehört der ehemalige Topsprinter Francis Obikwelu.

World Athletics

Alle Kurzmeldungen anzeigen

Videos

RunUp – Frühling/Sommer 2021JedermannlaufSalzburg Marathon 2019