Hellen Obiri läuft auch 2024 den Boston Marathon

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Im letzten Jahr gelang Hellen Obiri das historische Double, den Boston Marathon und den New York City Marathon binnen eines Kalenderjahres zu gewinnen. Am 15. April wird 33-Jährige versuchen, einen weiteren Sieg beim Boston Marathon ihrer erfolgreichen Vita hinzuzufügen. „Ich bin aufgeregt, auch 2024 den Boston Marathon zu laufen. Ich werde versuchen, meinen Vorjahressieger zu wiederholen. Damals bei einem so historischen Marathon zu gewinnen, mit der Familie, die im Ziel auf mich gewartet hat, war eine außergewöhnliche Erfahrung“, wird Hellen Obiri, die im US-Bundesstaat Colorado lebt und in letzter Zeit vorwiegend bei Wettkämpfen auf US-Boden teilgenommen hat, in einer Aussendung des Veranstalters zitiert.

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Historische Auflistung

Statistisch darf sich der Boston Marathon bei seiner 128. Auflage auf das schnellste Elitefeld der Frauen freuen. Nicht weniger als 22 Frauen können eine persönliche Bestleistung unter 2:24 Stunden, 15 eine Bestzeit unter 2:21 Stunden bzw. sieben eine Bestzeit unter 2:19 Stunden aufweisen. „Es ist unser Ziel, jedes Jahr zum Patriot’s Day zahlreiche der besten Athletinnen in Boston laufen zu sehen. Dieses Jahr wird das Elitefeld der Frauen außergewöhnlich stark sein“, meint Jack Fleming, CEO der Boston Athletic Association (BAA). Die US-amerikanische Plattform „Let’s Run.com“ hält fest, dass noch nie mehr als zehn Läuferinnen mit Bestleistungen unter 2:20 Stunden bei einem Marathon gestartet sind, in Boston könnten es laut Veröffentlichung des Elitefeldes bis zu elf sein.

Neben Obiri zählen Worknesh Degefa, die im Dezember den Valencia Marathon in einer Spitzenzeit von 2:15:51 Stunden gewonnen und in Boston vor fünf Jahren triumphiert hat, Tadu Teshome und Hiwot Gebremaryam, allesamt aus Äthiopien, zu den auf dem Papier schnellsten Läuferinnen im Feld. Auch die ehemalige Halbmarathonrekordhalterin Ababel Yeshaneh, die 2022 im Endspurt um den Sieg nur Olympiasiegerin Peres Jepchirchir unterlegen war, gehört zum Favoritenkreis. Weitere starke Äthiopierinnen im Feld sind u.a. Senbere Teferi und Dera Dida. Judith Korir, WM-Medaillengewinnerin von 2022, Mary Ngugi-Cooper, die ehemalige New-York-Siegerin Sharon Lokedi, die zweifache VCM-Siegerin Vibian Chepkirui und Helah Kiprop sind weitere prominente Kenianerinnen, dazu kommt aus Afrika die WM-Bronzemedaillengewinnerin von Budapest, Fatima Gardadi aus Marokko.

Königstein europäische Topläuferin auf der Liste

Durch die im Februar angesetzten Olympia-Trials ist das amerikanische Starterfeld an der Spitze dünn besetzt. Zur ehemaligen Siegerin Desiree Linden, die genauso wie die Kenianerin Edna Kiplagat, ebenfalls eine ehemalige Siegerin, nicht mehr über die Leistungsfähigkeit einer Weltklasse-Athletin verfügt, kommt nur Emma Bates, die ihren Start bei den Trials abgesagt hat. Linden bestreitet den Boston Marathon bereits zum elften Mal. Die ehemalige kanadische Rekordhalterin Malindi Elmore und die kolumbianische Rekordhalterin Angie Orjuela haben den Boston Marathon als ihr Vorbereitungsrennen für die Olympischen Spiele auserkoren.

Dafür könnte sich die Topografie des Marathons von Hopkington nach Boston durchaus eignen, auch wenn die giftigen Anstiege wesentlich kürzer sind als der Anstieg des Olympia-Marathons von Paris hinauf nach Versailles. Einzige europäische Topläuferin auf der Eliteliste ist die Deutsche Fabienne Königstein, die allerdings in Paris voraussichtlich nicht am Start sein wird, weil mindestens drei deutsche Läuferinnen im Qualifikationszeitraum vor ihr liegen.

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