Silvester-Champions auch im Crosslauf top

Der Äthiopier Berihu Aregawi und die Kenianerin Beatrice Chebet haben am Sonntag den Crosslauf in Elgoibar gewonnen. Beide brillierten bereits bei Silvesterläufen auf spanischem Boden. Tags zuvor verpasste Nadia Battocletti beim Campaccio Cross in Italien einen historischen Heimsieg.

Symbolbild. © SIP

Der Cross Internacional Juan Muguerza im baskischen Elgoibar gehört zu den Top-Crossläufen auf spanischem Boden und ist Teil der World Cross Country Tour (Gold). Daher überrascht auch nicht, dass sich bei der 80. Auflage neuerlich prominente Siegerinnen und Sieger in die Annalen der seit 1943 ausgetragenen Veranstaltung eintrugen. Bei aufgrund des durch den Regens aufgeweichten Untergrund schwierigen Verhältnissen setzte sich der Äthiopier Berihu Aregawi, Sieger des Silvesterlaufs in Madrid, auf der 9.707 Meter langen Strecke in einer Zeit von 30:0 Minuten vor Rodrigue Kwizera (30:34) und 3.000m-Hindernislauf-Dominator und Geburtstagskind Soufiane El Bakkali (30:36) durch. Junioren-Weltmeister Ishmael Kipkurui aus Kenia verpasste das Stockerl um eine Sekunde, wenige Augenblicke später überquerte mit Adel Mechaal der beste Spanier die Ziellinie.

Chebet im Duell mit Jebitok vorne

Im Rennen der Frauen standen sich zwei Silvesterlauf-Siegerinnen gegenüber. Beatrice Chebet, amtierende Weltmeisterin in dieser Disziplin und Siegerin des Silvesterlaufs in Barcelona, wo sie einen neuen Weltrekord aufstellte (siehe RunAustria-Bericht), duellierte sich mit Edinah Jebitok, Siegerin des Silvesterlaufs in Peuerbach (siehe RunAustria-Bericht), und gewann in einer Zeit von 26:08 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung. Jebitok, die 2021 in Elgoibar gewonnen hatte, verbesserte damit ihre Position in der Gesamtwertung der World Cross Country Tour. Das rein kenianische Stockerl komplettierte Grace Loibach, eineinhalb Minuten nach ihr kam mit Niamh Brown aus Großbritannien die erste Europäerin ins Ziel. Die siebtplatzierte Carolina Robles war die beste Spanierin. Die Frauen absolvierten ein 7.621 Meter langes Rennen. Sowohl Aregawi, Vize-Weltmeister in dieser Disziplin, als auch die Titelverteidigerin planen laut ihren Aussagen vom Wochenende mit einer Teilnahme an den Crosslauf-Weltmeisterschaften 2024 am 30. März in Belgrad.

Battocletti verpasst ersten Heimsieg 1994

Sechs Tage nach ihrem Sieg beim BOclassic hat Nadia Battocletti einen weiteren Sieg beim traditionell am Dreikönigstag ausgetragenen Campaccio Cross in San Giorgio su Legnano, ebenfalls Teil der World Cross Country Tour Gold, verpasst. Geschwächt von einer fiebrigen Erkrankung zwischen diesen beiden für sie wichtigen Heimrennen lief sie mutig, musste sich in einer Zeit von 19:46 Minuten Francine Niyomukunzi aus Burundi, die in Italien lebt und trainiert, um vier Sekunden geschlagen geben. Dritte wurde Battoclettis Landsfrau Giovanna Selva in 20:31 Minuten.

Bei den Männern siegte Daniel Ebenyo in einer Zeit von 29:16 Minuten vor Oscar Chelimo aus Uganda und Yves Nimubona aus Burundi. Die Männer absolvierten eine 10.000m lange, die Frauen eine 6.000m lange Strecke. Rund 1.800 Läuferinnen und Läufer beteiligten sich am Crosslauf-Tag vor den Toren Mailands.

Ergebnisse Cross Internacional Juan Muguerza

Männer (9.707m)

  1. Berihu Aregawi (ETH) 30:34 Minuten
  2. Rodrigue Kwizera (BDI) 30:39 Minuten
  3. Soufiane El Bakkali (MAR) 30:41 Minuten
  4. Ishmael Kipkurui (KEN) 30:43 Minuten
  5. Adel Mechaal (ESP) 30:47 Minuten
  6. Nassim Hassaous (ESP) 31:27 Minuten
  7. Daniel Arce (ESP) 31:40 Minuten
  8. Abderrahmane Afendi (MAR) 31:42 Minuten

Frauen (7.621m)

  1. Beatrice Chebet (KEN) 26:08 Minuten
  2. Edinah Jebitok (KEN) 26:10 Minuten
  3. Grace Loibach (KEN) 26:25 Minuten
  4. Niamh Brown (GBR) 27:55 Minuten
  5. Sarah Astin (GBR) 28:06 Minuten
  6. Lauren Hall (GBR) 28:12 Minuten
  7. Carolina Robles (ESP) 28:26 Minuten
  8. Isabel Barreiro (ESP) 28:32 Minuten

Ergebnisse Campaccio Cross

Männer (10.000m)

  1. Daniel Ebenyo (KEN) 29:16 Minuten
  2. Oscar Chelimo (UGA) 29:22 Minuten
  3. Yves Nimubona (BDI) 29:44 Minuten
  4. Egide Ntakarutimana (BDI) 29:53 Minuten
  5. Celestin Ndikumana (BDI) 29:54 Minuten
  6. Guillaume Grimard (BEL) 30:13 Minuten
  7. Mohamed Amin Jhinaoui (TUN) 30:13 Minuten
  8. Iliass Aouani (ITA) 30:31 Minuten

Frauen (6.000m)

  1. Francine Niyomukunzi (BDI) 19:42 Minuten
  2. Nadia Battocletti (ITA) 19:46 Minuten
  3. Giovanna Selva (ITA) 20:31 Minuten
  4. Lili Anna Vindics-Toth (HUN) 20:50 Minuten
  5. Rebecca Lonedo (ITA) 21:00 Minuten
  6. Michaela Cesarò (ITA) 21:27 Minuten
  7. Sara Nestola (ITA) 21:30 Minuten
  8. Neide Dias (POR) 21:57 Minuten

World Cross Country Tour

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