Italiener Abdelwahed verliert mit langer Sperre EM-Bronze

Symbolfoto. © jorono / Pixabay

Der italienische Hindernisläufer Ahmed Abdelwahed ist von der Athletics Integrity Unit (AIU) für vier Jahre gesperrt worden. Dem 27-Jährigen war in einer Urinprobe bei den Europameisterschaften von München 2022 der Gebrauch des verbotenen Medikaments Meldonium nachgewiesen worden. Die Sperre beginnt rückwirkend am 7. September 2022, Abdelwahed ist bereits seit 15 Monaten provisorisch suspendiert. Außerdem wird dem Italiener, der noch das Einspruchsrecht vor dem Obersten Internationalen Sportgerichtshof (CAS) hat, die Silbermedaille bei der EM gestrichen. Sein Landsmann Ossama Zoghlami rückt auf Platz zwei vor, die Bronzemedaille „erbt“ der Spanier Daniel Arce. Der Deutsche Karl Bebendorf rückt auf Platz vier vor.

Abdelwahed argumentierte trotz der Beweislast der B-Probe aufgrund der niedrigen, festgestellten Dosis auf unwissentliche Einnahme und legte negative Ergebnisse aus seiner Haarprobe und von seinen Nahrungsergänzungsmittel vor. Die AIU hielt sich an den Erkenntnissen der WADA-Experten, die den Beweis eines Dopingfalls erbracht sahen.

Ebenfalls von der AIU aufgrund erschwerender Umstände für gleich sechs Jahres gesperrt wurde der 38-jährige marokkanische Marathonläufer Samir Jouaher, der beim Marrakech Marathon 2022 (Zweiter) positiv auf EPO getestet wurde. Seine Sperre beginnt rückwirkend am 14. März 2023, all seine Resultate ab 15. Mai werden gestrichen, darunter auch der Sieg beim Riad Marathon 2023. Auch die südamerikanischen Läufer Vidal Basco (3.000m-Hindernisläufer aus Bolivien) und John Tello Zuniga (Marathonläufer aus Kolumbien) fassten Sperren von vier bzw. drei Jahren aus.

Athletics Integrity Unit

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