Sondre Moen verpasst Fukuoka-Sieg knapp

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Die Entscheidung beim Fukuoka Marathon 2023 fiel im Endspurt. Vier Läufer lagen bei der Zwischenzeit bei Kilometer 40 noch gemeinsam an der Spitze, das bis dato mit sehr konstantem Tempo gestaltete Rennen wurde in der finalen Phase etwas „langsamer“. Sondre Nordstad Moen, der 2017 in Fukuoka seinen damaligen Europarekord gelaufen ist, verlor zwar auf den letzten Metern den Anschluss an das Spitzenduo, schaffte aber mit der Marathonzeit von 2:07:16 Stunden nicht nur das ersehnte Olympia-Limit, sondern auch eine Brücke zu den besten Zeiten seiner Karriere. Zuletzt war der 32-Jährige beim Valencia Marathon 2019 schneller gelaufen, zuletzt unterbot der diesjährige VCM-Starter beim London Marathon 2020, als Peter Herzog den österreichischen Rekord aufstellte, die Marke von 2:10 Stunden. Weniger Glück hatte sein norwegischer Landsmann Zerei Kbrom, Vize-Europameister im 10.000m-Lauf. Bei Kilometer 30 noch nur wenige Sekunden hinter der Topgruppe laufend, konnte er diese nicht halten und verließ das Rennen als er die Chance auf eine Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung von 2:07:10 Stunden nicht mehr sah. Diese Leistung aus Valencia 2022 sorgt dafür, dass zwei Norweger für den Olympia-Marathon in Paris 2024 qualifiziert sind.

Githae gewinnt Endspurt gegen Yang

Den Kampf um den Sieg trugen der Kenianer Michael Githae und der Chinese Yang Shao Hui entlang der Zielgerade im Heiwadai Stadion aus. Der seit vielen Jahren in Japan lebende Kenianer lief seine drei Topzeiten bei diesem Rennen und feierte wie vor zwei Jahren den Sieg, mit einer persönlichen Bestleistung von 2:07:08 Stunden. Nur eine Sekunde hinter ihm überquerte Yang die Ziellinie und tröstete sich mit einem neuen chinesischen Marathonrekord von 2:07:09 Stunden. Der 31-Jährige wäre der erste chinesische Sieger in der seit 1947 andauernden Geschichte des Marathon-Klassikers gewesen. Yang unterbot seine beim Wuxi Marathon im März aufgestellte persönliche Bestleistung um 40 Sekunden und den im selben Rennen markierten chinesischen Rekord seines Landsmanns He Jie um 21 Sekunden. Mit Feng Pei You erfüllte auch der zweite chinesische Topmann im Rennen das Olympia-Limit, um drei Sekunden.

Michael Githaes Halbmarathon-Splits: 1:03:00 / 1:04:08 Stunden
Michael Githaes 5km-Teilzeiten: 14:54 / 14:56 / 14:47 / 15:05 / 15:01 / 14:59 / 15:19 / 15:30 / 6:37 (2,195 km) Minuten

Robinson verpasst australischen Rekord

Bester Japaner war der einzige heimische Topmann im Rennen, Kyohei Hosoya, der nach seinem Ausstieg beim Olympia-Qualifikationsrennen allerdings eine Zeit unter 2:05:50 Stunden, die ihn innernational auf Kurs Richtung Olympia gebracht hätte, aber deutlich verpasste. Hosoya finishte in 2:07:23 Stunden auf dem vierten Platz, es war der zweitschnellste Marathon in der Karriere des 28-Jährigen.

Lange Zeit lief es in der großen Spitzengruppe, die die Halbmarathon-Zwischenzeit in exakt 1:03:00 Stunden erreichte, auch gut für den australischen Rekordhalter Brett Robinson. Bis Kilometer 35 war er auf Kurs seines Rekords, danach verlor er etwas Zeit und finishte in einer Zeit von 2:08:29 Stunden vor dem in die Jahre gekommenen zweifachen Weltmeister Abel Kirui. Auf Platz neun kam der in diesem Frühling zweitplatzierte des Vienna City Marathon und dieses Mal enttäuschende Bethwell Yegon ins Ziel. Robinsons australischer Rekord von 2:07:31 Stunden, aufgestellt exakt vor einem Jahr in Fukuoka, fällt aber schon in den Olympia-Qualifikationszeitraum.

Kawauchi gewinnt Hofu Yomiuri Marathon

Laut eines Berichts von Japan Running News wurde der Fukuoka Marathon von einem Zwischenfall überschattet, bei dem ein Rennfahrzeug einen Läufer touchierte, der sich beim folgenden Sturz den Ellbogen gebrochen hat, den Marathon aber dennoch noch zehn weitere Kilometer zu Ende gelaufen ist.

Der zweite japanische Topläufer, der wenige Wochen nach den Marathon Grand Championships schon wieder auf der Marathonstrecke war, war Yuki Kawauchi. Der beliebte, ehemalige Boston-Sieger entschied den Hofu Yomiuri Marathon 2:08:32 Stunden für sich.

Ergebnis Fukuoka International Marathon 2023

  1. Michael Githae (KEN) 2:07:08 Stunden *
  2. Yang Shao Hui (CHN) 2:07:09 Stunden **
  3. Sondre Nordstad Moen (NOR) 2:07:16 Stunden
  4. Kyohei Hosoya (JPN) 2:07:23 Stunden
  5. Vincent Raimoi (KEN) 2:08:00 Stunden
  6. Feng Pei You (CHN) 2:08:07 Stunden *
  7. Brett Robinson (AUS) 2:08:29 Stunden
  8. Abel Kirui (KEN) 2:08:36 Stunden
  9. Bethwell Yegon (KEN) 2:12:17 Stunden
  10. Takumi Ohisi (JPN) 2:12:34 Stunden *

    DNF Zerei Kbrom (NOR)

* neue persönliche Bestleistung
** neuer chinesischer Marathonrekord

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