Marathon-Star Gemechu wegen Dopingverdachts suspendiert

Symbolbild. © Ewa Urban / Pixabay

Sie wäre als eine der engsten Sieganwärterinnen in den Valencia Marathon gegangen. Nun wird nichts daraus, denn die Athletics Integrity Unit (AIU) hat Tsehay Gemechu, heuer Zweite beim Tokio Marathon mit einer persönlichen Bestleistung von 2:16:56 Stunden, provisorisch suspendiert. Die AIU verdächtigt die 24-jährige Äthiopierin aufgrund von Unregelmäßigkeiten in ihrem biologischen Pass des Sportbetrugs durch Doping.

Gemechu war 2019 WM-Vierte im 5.000m-Lauf und WM-Sechste im Crosslauf. In den folgenden Jahren feierte sie tolle Erfolge im Halbmarathon mit starken Leistungen, ehe vor gut einem Jahr das Marathon-Debüt in Amsterdam mit Platz drei sowie eine Steigerung um zwei Minuten ein halbes Jahr später beim Tokio Marathon gelangen. Bewahrheitet sich der Dopingfall, wäre Gemechu der prominenteste äthiopische der Gegenwart.

Unterdessen hat die AIU Marathonläufer John Hakizimana für zwei Jahre gesperrt. In der Urinprobe, die der Landesrekordhalter aus Ruanda beim WM-Marathon in Budapest abgegeben hat und die im österreichischen Anti-Doping-Labor in Seibersdorf ausgewertet wurde, wurde das Medikament Triamcinolonacetonid entdeckt. Die Sperre des 27-Jährigen wurde auf die Hälfte der standardmäßigen Vier-Jahres-Sperre reduziert, weil die AIU keine Beweise für absichtlichen Missbrauch erkannte. Die Sperre läuft bis 26. Oktober 2025, außerdem wird der neunte Platz beim WM-Marathon 2023 aus den Ergebnissen gestrichen. Im April hat Hakizimana den Mailand Marathon in einer persönlichen Bestzeit von 2:08:18 Stunden als Dritter beendet.

Athletics Integrity Unit

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