Pallitsch bleibt in Weltrangliste auf WM-Kurs

Raphael Pallitsch bei den Staatsmeisterschaften 2023 in Bregenz. © ÖLV / Alfred Nevsimal

In der am gestrigen Mittwoch aktualisierten Weltrangliste liegt Raphael Pallitsch (SVS Leichtathletik) weiterhin auf Kurs WM-Teilnahme in Budapest. Im dafür entscheidenden Road to Budapest, das einerseits die Wildcards einrechnet, andererseits die Athleten pro Nation auf maximal drei berechnet, hat der Burgenländer trotz einer eigenen, leichten Verbesserung (durch das Resultat bei den Balkanmeisterschaften) zwar im Vergleich zu letzter Woche einen Platz verloren, liegt aber als 51. nach wie vor über dem Strich, der nach Position 56 gezogen wird. Durch die bereits bekannte Absage von Titelverteidiger Jake Wightman, dessen Platz kein anderer britischer Läufer übernehmen kann, ist Pallitsch eigentlich auf Position 50 positioniert. Seine WM-Teilnahme wird noch sieben Tage lang eine Zitterpartie, vorsichtiger Optimismus ist aber nicht Fehl am Platz.

Das große Zittern bis zur endgültig entscheidenden Weltrangliste nächste Woche zum Ende des Qualifikationszeitraums ergründet sich durch die Austragung zahlreicher nationaler Meisterschaften am kommenden Wochenende, bei denen es die lukrativen 100 Extrapunkte zur erbrachten Leistung gibt. So sind etwa der Kanadier Kieran Lumb, der Finne Joonas Rinne und der Italiener Joao Bussotti Neves, die auf den folgenden Plätzen liegen, am Wochenende bei ihren nationalen Meisterschaften im Einsatz und könnten mit guten Leistungen und Platzierungen Palltischs Position gefährden. Von den Positionen hinter den aktuell Top-56 liegen viele Athleten aus Nationen, die bereits drei besser Platzierte im Ranking vorweisen können. Daher sind große Sprünge eher unwahrscheinlich, Läufer wie der Tscheche Filip Sasinek, Finnlands Nummer zwei, Santtu Heikkinen oder der Pole Filip Ostrowski müssten bei ihren nationalen Meisterschaftsrennen schon außergewöhnlich stark abschneiden, um auf einen besseren Durchschnittswert ihrer fünf Top-Leistungen als Pallitsch im Qualifikationszeitraum zu kommen. Das ist nämlich die Rechnungsgrundlage für den 1.500m-Lauf. Natürlich ist auch die Erbringung des Direktlimits eine Möglichkeit der Qualifikation, diese ist zu so einem späten Zeitpunkt im Qualifikationszeitraum aber nur in Ausnahmefällen erwartbar.

Eine kleine Unsicherheit bieten auch noch die so genannten Universality Places für Nationen, die keine qualifizierten Athleten für die gesamte WM aufweisen und eine beliebige Nominierung bei World Athletics abgeben können.

Road to Budapest

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