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Wie in den letzten Jahren auch, mit Ausnahme der WM 2019 in Argentinien, als die Anreise nicht klappte, und am vergangenen Freitag bei den Uphill-Races, als Ugandas Team fehlte (siehe RunAustria-Bericht), bleibt der Berglauf eine Domäne der ugandischen Läufer. Einzig der kenianische Weltcup-Gesamtsieger und dominierende Bergläufer dieser Saison, Patrick Kipngeno, der sich am Freitag zum ersten kenianischen Weltmeister gekürt hatte, konnte beim 11,2 Kilometer langen Up-&Downhill-Rennen mit 475 zu überwindenden Höhenmetern in die Phalanx Ugandas einbrechen und die Silbermedaille gewinnen. Samuel Kibet, ein 21-jähriger recht guter Crossläufer, siegte in einer Zeit von 40:02 Minuten mit zehn Sekunden Vorsprung auf Kipngeno. Hinter dem Kenianer folgten drei weitere Läufer aus Uganda: Timothy Toroitich, Leonard Chemonges und Eliud Cherop. Daher gab es keine Fragezeichen ob der Goldmedaille in der Nationenwertung, die Uganda vor Spanien und Italien gewann. In der Einzelwertung war der Spanier Andreu Blanes Reig als Sechster der beste Europäer. Vize-Europameister Cesare Maestri wurde Neunter, Europameister Sylvain Cachard aus Frankreich gab auf. Österreichische Teilnehmer gab es am Sonntag keine, auch weil Andrea Mayr (SVS Leichtathletik) nach ihrem überaus erfolgreichen Auftritt am Freitag mit der Silbermedaille auf ein Antreten abseits ihrer Spezialdisziplin, dem Uphill-Bewerb, verzichtete.

Schweizerinnen mit Team-Gold

Erst zum zweiten Mal nach 2015, als Stella Chesang gewann, gab es bei den Frauen einen ugandischen Erfolg. Rebecca Cheptegei, die im April den Padova Marathon gewonnen hat, siegte in einer Zeit von 46:25 Minuten vor ihrer Landsfrau Annet Chelangat, die damit Medaille Nummer drei für Uganda überhaupt hinterherreichte. Die Weltmeisterin von Freitag, Allie McLaughlin aus den USA wurde mit über zwei Minuten Rückstand Dritte und rundete ihren überaus erfolgreichen Trip nach Thailand ab. Pech hatte die Rumänin Monica Madalina Florea, die auch beim zweiten Bewerb in Chiang-Mai im Norden Thailands Vierte wurde.

Großen Jubel gab es im Schweizer Team. Die sechstplatzierte Judith Wyder, Europameisterin Maude Mathys, die sich nach Bronze am Freitag mit Platz 13 zufrieden geben musste, und Rea Iseli (15.) sicherten dem Schweizer Team in der Nationenwertung die Goldmedaille vor den Britinnen, die zwei Läuferinnen in die Top-Ten brachten, und den USA.

Vierfachsieg bei den Junioren

Ebenfalls unter ugandischer Dominanz stand das Juniorenrennen, Leonard Chemutai führte einen Vierfachsieg seiner Landsleute an, der auch zu Gold in der Nationenwertung führte. Bei den Mädchen gab es ein Ländermatch Großbritannien gegen Italien. Jessica Bailey gewann in einer Zeit von 26:27 Minuten überlegen vor ihrer Landsfrau Rebecca Flaherty und der Italienerin Axelle Vicari. Hinter ihr folgten Ellen Weir aus dem Vereinigten Königreich und die Südtirolerin Anna Hofer.

Klare Siege bei vier Trailrunning-Entscheidungen

Bei den Entscheidungen im Trailrunning am Samstag gab es Siege für die Französin Blandine L’Hirondel (8:22:14, 80km) vor Ida Nilsson aus Schweden und Gemma Arenas Alcazar aus Spanien sowie den US-Amerikaner Adam Peterman (7:15:53) vor Nicolas Martin aus Frankreich und Andreas Reiterer aus Italien auf der langen Strecke sowie die Rumänin Denisa Ionela Dragomir (3:49:23, 40km) vor Barbora Macurova aus Tschechien und Emilia Brangefält aus Schweden sowie den Norweger Stian Hovind Angermund (3:08:29) vor Francesco Puppi aus Italien und Jonathan Albon aus Großbritannien auf der „kurzen“ Strecke.

Esther Fellhofer (SC LT Breitenbach) belegte Platz 30 auf der langen, Andreas Rois (LTV Köflach) Platz 61 auf der kurzen Strecke.

Ergebnisse Berglauf-WM 2021, Up-&Down

Männer

Gold: Samuel Kibet (Uganda) 40:02 Minuten
Silber: Patrick Kipngeno (Kenia) 40:12 Minuten
Bronze: Timothy Toroitich (Uganda) 40:26 Minuten

  1. Leonard Chemonges (Uganda) 40:51 Minuten
  2. Eliud Cherop (Uganda) 41:27 Minuten
  3. Andreu Blanes Reig (Spanien) 41:31 Minuten
  4. Alberto Vender (Italien) 42:26 Minuten
  5. Oriol Cardona Coll (Spanien) 42:44 Minuten
  6. Cesare Maestri (Italien) 42:47 Minuten
  7. Jachym Kovar (Tschechische Republik) 42:48 Minuten

    13. Joey Hadorn (Schweiz) 43:01 Minuten
    DNF Sylvain Cachard (Frankreich)

Nationenwertung (Top-Drei gewertet)

Gold: Uganda 8 Punkte
Silber: Spanien 29 Punkte
Bronze: Italien 30 Punkte

  1. Tschechische Republik 43 Punkte
  2. Großbritannien 62 Punkte
  3. Frankreich 67 Punkte
  4. Schweiz 71 Punkte

Frauen

Gold: Rebecca Cheptegei (Uganda) 46:25 Minuten
Silber: Annet Chelangat (Uganda) 46:52 Minuten
Bronze: Allie McLaughlin (USA) 48:31 Minuten

  1. Monica Madalina Florea (Rumänien) 49:12 Minuten
  2. Scout Adkin (Großbritannien) 50:19 Minuten
  3. Judith Wyder (Schweiz) 50:36 Minuten
  4. Hanna Gröber (Deutschland) 50:49 Minuten
  5. Holly Page (Großbritannien) 50:52 Minuten
  6. Onditz Iturbe (Spanien) 50:57 Minuten
  7. Adeline Martin-Roche (Frankreich) 51:01 Minuten

    13. Maude Mathys (Schweiz) 51:31 Minuten

Nationenwertung (Top-Drei gewertet)

Gold: Schweiz 34 Punkte
Silber: Großbritannien 38 Punkte
Bronze: USA 45 Punkte

  1. Frankreich 48 Punkte
  2. Italien 59 Punkte
  3. Tschechische Republik 65 Punkte

Junioren

Gold: Leonard Chemutai (Uganda) 21:07 Minuten
Silber: Caleb Tungwet (UGanda) 21:44 Minuten
Bronze: Denis Kiplangat (Uganda) 22:18 Minuten

Nationenwertung (Top-Drei gewertet)

Gold: Uganda 6 Punkte
Silber: Frankreich 34 Punkte
Bronze: Großbritannien 34 Punkte

Juniorinnen

Gold: Jessica Bailey (Großbritannien) 26:27 Minuten
Silber: Rebecca Flaherty (Großbritannien) 27:45 Minuten
Bronze: Axelle Vicari (Italien) 28:21 Minuten

Nationenwertung (Top-Drei gewertet)

Gold: Großbritannien 7 Punkte
Silber: Italien 19 Punkte
Bronze: Frankreich 29 Punkte

Berglauf-WM 2021 in Chiang Mai

Berglauf-Weltverband