Istanbul Marathon nimmt sich Streckenrekord vor

Die größte Laufveranstaltung der Türkei will sich die schnellste je auf türkischem Boden erzielte Marathonzeit der Männer zurückholen. Auch das Elitefeld im Frauenrennen verspricht einen spannenden Wettkampf.

© Spor Istanbul

Hochklassig sind die Anmeldezahlen, die der einzige interkontinentale Marathon der Welt bei seiner 44. Austragung vorlegen kann. Alle Bewerbe summiert sind rund 60.000 Laufbegeisterte angemeldet. Die Strecke des Istanbul Marathon führt mit dem Start vor der Bosporus Brücke auf asiatischem Boden zum Ziel auf dem Sultanahmet Platz im historischen Zentrum der türkischen Metropole auf europäischem Boden.

Kimutai, Kosgei und der „All Comer’s“-Rekord

Ein erklärtes Ziel des Veranstalters ist ein neuer Streckenrekord bei den Männern. Dieser liegt seit drei Jahren bei einer Zeit von 2:09:44 Stunden (Daniel Kibet), außerdem möchte Istanbul den als solchen bezeichneten All Comers’ Rekord, also die schnellste je auf türkischem Boden erzielte Marathonzeit, zurückhaben. Die besitzt nämlich der Izmir Marathon seit dem Sieg von Lani Rutti in 2:09:27 Stunden im Frühjahr 2022.

Die Ambition ist angesichts des Elitefelds gerechtfertigt, denn das ist wohl das beste der letzten Jahre in Istanbul. Sieben Läufer weisen eine Bestleistung unter 2:08 Stunden auf, darunter Marius Kimutai, ein gebürtiger Kenianer, der für den Bahrain läuft. Er besitzt einen „Hausrekord“ von 2:05:47 Stunden, aufgestellt beim Amsterdam Marathon 2016. Sein größter Erfolg war jedoch der Sieg beim Rotterdam Marathon 2017, 2019 gewann er zwei Marathons in China und im Frühling war er Zweiter beim Lima Marathon in Peru. Der zweit große Name im Feld ist der Kenianer Samuel Kosgei, der im Herbst 2021 den Barcelona Marathon in einer Zeit von 2:06:04 Stunden gewinnen konnte. Stärkster eingeladener Äthiopier ist Abayneh Ayele, 2016 WM-Vierter im Halbmarathon, als er im Kampf um Bronze hauchdünn das Nachsehen gegen einen gewissen Mo Farah hatte.

Barsosio und zweiten Istanbul-Sieg

Im Elitefeld der Frauen musste Agnes Barsosio kurzfristig aufgrund einer Verletzung absagen. Die Kenianerin hat 2016 den Istanbul Marathon gewonnen, übrigens vor Sechale Dalasa. Die äthiopische Rom-Siegerin ist 2022 gemeinsam mit der ehemaligen Peking-Siegerin Tsegaye Melesech aus Äthiopien die Favoritin, stärkste kenianische Läuferin ist Judith Jerubet, heuer Dritte beim Daegu Marathon, ein. Die türkische Rekordhalterin Sultan Haydar bestreitet ihren ersten Marathon seit den Olympischen Spielen von 2016 in Rio, nach dem ihre sportliche Laufbahn beendet schien.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde am Freitag, 4. November um 22:11 Uhr überarbeitet und verändert.

N’Kolay Istanbul Marathon