Klosterhalfen-Debüt im Halbmarathon in Valencia

Konstanze Klosterhalfen feiert ihren EM-Titel 2022 im 5.000m-Lauf im Olympiastadion von München. © Marc Müller / Munich2022

Der Valencia Halbmarathon hat bei der Ankündigung seiner Elitefelder für den bekannt schnellen Halbmarathon am 23. Oktober in der WM-Austragungsstadt von 2018 für eine kleine Überraschung gesorgt. Konstanze Klosterhalfen, amtierende Europameisterin im 5.000m-Lauf, wird ihre Premiere im Halbmarathon geben, bisher hat sie noch keinen längeren Wettkampf als einen 10km-Lauf absolviert.

„Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, aber freue mich auch“, wird die 25-Jährige auf der Website des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zitiert. Sie hält sich aktuell im Trainingslager in Kenia auf und absolviert dort die Vorbereitung für den Valencia Halbmarathon. „Ein guter Halbmarathon wird mir auch für die Bahn eine andere Stärke geben“, ist sie überzeugt.

Kandie und Sawe als Spitze eines Klassefeldes

Der Valencia Halbmarathon wäre nicht der Valencia Halbmarathon, würde er nicht zumindest eine Weltrekord-Ambition hegen. Kibiwott Kandie, der auf dieser Strecke schon einmal einen Weltrekord aufgestellt hat (57:32), der mittlerweile um eine Sekunde von Jacob Kiplimo verbessert wurde, hat nach einer guten Bahnsaison im Sommer das Selbstbewusstsein, die Bestmarke auf den Straßen in der spanischen Hafenstadt zu attackieren. Dabei kommt es zum Duell mit Sebastian Sawe, der im März bei Rom-Osta mit einer brillanten Zeit von 58:02 Minuten aufhorchen ließ und Anfang September in Brüssel beinahe den Weltrekord im Ein-Stunden-Lauf unterboten hätte. Mit den Kenianern Daniel Mateiko, Kennedy Kimutai und Rogers Kwemoi sowie dem jungen Äthiopier Milkesa Mengesha sind weitere Läufer mit Bestleistungen unter 59 Minuten gemeldet. Interessante weitere Teilnehmer sind Yomif Kejelcha, Europarekordhalter Julien Wanders, der Brite Callum Hawkins und der äthiopische Debütant Tadesse Worku. „Ich bin überzeugt, dass die Qualität der Elitefelder in diesem Rennen wieder für weltweite Schlagzeilen sorgen wird“, äußert sich Marc Roig, Athleten-Koordinator des Rennens, offensiv.

Kompakte Spitze bei den Frauen

Die Favoritinnen bei den Frauen sind die Wiener Frauenlauf-Siegerin Vicoty Chepngeno, die zuletzt beim Kopenhagen Halbmarathon als Neunte freilich weit hinter den Erwartungen geblieben ist, ihre kenianische Landsfrau Margaret Kipkemboi sowie die beiden Äthiopierinnen Hawi Feysa und Bosena Mulatie, die allesamt schon unter 1:06 Stunden gelaufen sind. Laut Vorleistung die schnellste Europäerin am Start ist Yasemin Can, die von Klosterhalfen in München über 5.000m geschlagen wurde, über die doppelte Distanz aber souverän die Goldmedaille holen konnte.

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