Olympia-Marathon 2024: Herausforderung und Genuss

Die Marathonstrecke für die Olympischen Medaillenentscheidungen 2024 in Paris und das Massenrennen visiert die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt direkt an. Dadurch ergibt sich ein selektives Streckenprofil.

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Inspiriert vom historischen Demonstrationszug der Poissarden während der Französischen Revolution im Jahr 1789 hat das Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2024 in Paris einen spektakulären Marathonkurs entworfen, der gestern der Öffentlichkeit präsentiert wurde. „Wir wollten dieses besondere Ereignis der Olympischen Spiele mit einer der großen Herausforderungen unserer Zeit verbinden, der Gleichheit von Frauen und Männern“, erklärte OK-Chef Tony Estanguet. Gleichzeitig sei es eine Hommage an jene, die Frankreich zu einer Nation mit Menschenrechten gemacht haben und die Werte von Menschlichkeit und Freiheit hochhalten.

Sport mit Kultur und Architektonik

Der Kurs startet vor dem Rathaus von Paris, führt vorbei am Louvre zur Seine und entlang des Flusses Richtung Schloss Versailles. Das weltbekannte Schloss wird kurz nach dem Halbmarathon erreicht. Auf dem Weg retour Richtung Stadtzentrum führt die Strecke auch am Champs du Mars mit dem weltberühmten Eiffelturm vorbei. Das Ziel befindet sich bei der Esplanade des Invalides. „Der Kurs vereint das einzigartige kulturelle und architektonische Erbe der Stadt mit Sport. Es war uns ein wichtiges Anliegen, den Sport in das Herz der Stadt zu bringen“, heißt es vom OK-Team.

Anspruchsvolles Profil

Absolviert wird der Marathon somit nicht auf einem Rundkurs, sondern einer vollen 42,195 Kilometer langen Strecke. Dadurch ergibt sich ein selektives Höhenprofil mit insgesamt 438 zu absolvierenden Höhenmetern, für einen Marathonlauf ist das beachtlich viel. Denn Schloss Versailles liegt in etwa 150 Höhenmeter über dem Stadtzentrum. Neben den voraussichtlich 80 qualifizierten Olympioniken pro Geschlecht veranstaltet das OK auch einen Marathon für Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler auf dem Olympischen Kurs. Bei diesem Bewerb werden 20.024 Startplätze vergeben, genauso wie für einen 10km-Lauf – jeweils gendergerecht aufgeteilt.

Auf Kipchoges Wunschliste

Nach seiner Rückkehr von London nach Nairobi, mit dem „Flight of Champions“, wie die kenianische Fluglinie angesichts der prominenten Fluggäste Eliud Kipchoge, Amos Kipruto, Joyciline Jepkosgei und Judith Korir in sozialen Medien schrieb, wiederholte der Marathon-Weltrekordhalter die Ambition, in Paris seine dritte Olympischen Goldmedaille zu holen. „Ich liebe es, Geschichte zu schreiben. Der erste Marathonläufer zu sein, der dreimal in Serie Olympisches Gold gewinnt, das steht definitiv auf meiner Wunschliste“, so der Kenianer, der wenige Wochen nach dem Olympischen Marathon von Paris seinen 40. Geburtstag feiern wird. Den Marathonkurs bezeichnet der Star als einen in einem „beeindruckenden Setting, das mit Geschichte und Symbolkraft aufgeladen ist“. Es werde eine einzigartige Erfahrung.

Marathon der Frauen am Schlusstag

Die Olympischen Spiele 2024 brechen auch mit der Tradition, dass der Olympische Marathonlauf der Männer am letzten Wettkampftag über die Bühne geht. Dieses Mal sind es die Marathonläuferinnen, die die letzten Olympischen Medaillen in der Leichtathletik gewinnen werden. Der Marathonlauf der Männer ist für Samstag, 10. August mit Start um 8 Uhr angesetzt. Exakt 24 Stunden später fällt der Startschuss für den Marathon der Frauen am Schlusstag der Spiele.

Olympische Spiele 2024 in Paris