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Nur zwei Tage nach dem Weltrekordlauf von Eliud Kipchoge haben die Abott World Marathon Majors eine Reduktion des Preisgelds ab sofort angekündigt – und zwar gleich eine deutliche. Zukünftig bekommen die Gesamtsiegerin und der Gesamtsieger der jährlichen Wertung 50.000 Euro – das ist nur ein Fünftel der Prämie, die Gesamtsieger zwischen 2018 und 2021 bekommen haben und nur ein Zehntel der Prämie der Gesamtsieger ab Einführung der World Marathon Majors im Jahr 2006. Bis 2017 hatten die Gesamtsieger nämlich 500.000 US-Dollar erhalten.

Die Prämien der Zweit- und Drittplatzierten wurden auf 25.000 bzw. 12.500 US-Dollar halbiert, dafür bekommen die Viert- und Fünftplatzierten zukünftig 7.500 bzw. 5.000 US-Dollar. Die Prämien der Rollstuhlfahrer wurden an jene der Läufer angeglichen. Das war der Aufhänger der Pressemitteilung der World Marathon Majors Anfang der Woche, die erhebliche Reduktion des Preisgeldes für diese Gleichstellung wurde gar nicht erwähnt.

Eine unmittelbar gültige Entscheidung mitten in einer Saison zu treffen, in der der de facto Gesamtsieger Eliud Kipchoge zwei Traumleistungen gezeigt hat, ist höchst unsensibel.

Abbott World Marathon Majors