Maritim und Omosa gewinnen Halbmarathon in der Wachau

© Matthias Heschl

Drei Jahre nach dem letzten Lauffest im UNESCO-Weltkulturerbe der Wachau feierte am gestrigen Sonntag die bedeutendste Laufveranstaltung des flächenmäßig größten Bundeslandes Österreichs ihr Comeback bei optimalen äußeren Bedingungen mit rund 14°C, bedecktem Himmel und praktischer Windstille entlang der Donau. Wie bereits zwischen 2011 und 2019 gab es auch in diesem Jahr in der bedeutendsten Disziplin des Events, dem Halbmarathon zwei Kenianische Siege. Philimon Maritim, der früh alleine in Führung lag, dominierte das Männerrennen in einer Zeit von 1:00:32 Stunden mit über zwei Minuten Vorsprung auf seinen Landsmann Simon Ekidor und fast vier Minuten Vorsprung auf Simon Waithara. Vor drei Jahren war Maritim noch als Zweiter ins Ziel gekommen. Bei den Frauen setzte sich die ehemalige Siegerin des Salzburg Marathon, Theresiah Omosa in einer Zeit von 1:10:19 Stunden knapp vor Morine Gesare (1:10:42) durch.

Keine AIMS-zertifizierte Strecke

Beide Siegerzeiten würden zu den besten in der Veranstaltungsgeschichte gehören, doch ein Vergleich mit der Vergangenheit ist nicht angebracht. Da eine Streckenveränderung, die aufgrund einer Baustelle notwendig geworden ist, nicht per offiziell geprüfter Vermessung abgenommen wurde, werden die Leistungen, die in diesem Jahr in der Wachau erzielt wurden, nicht in Bestenlisten aufgenommen. Das gilt auch für die besten Österreicher im Rennen, Lokalmatador Kevin Wallner (Union St. Pölten) in 1:11:00 Stunden auf Platz fünf bei den Männern sowie Edwina Kiefer (LTV Köflach) in 1:25:50 Stunden als Dritte bei den Frauen.

Mit Optimismus in die Zukunft

„Wir sind überglücklich, dass wir den 23. Internationalen WACHAUmarathon bei so toller Atmosphäre durchführen konnten. ,Laufen wie damals’ war das richtige Motto und wir hoffen, dass es sich für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch genau so angefühlt hat. Vor allem für die kommenden Jahre stimmt uns das sehr zuversichtlich“, sagte Veranstalter Michael Buchleitner, der auf rund 5.000 Anmeldungen verwies. Knapp 3.500 Läuferinnen und Läufer kamen bei den diversen Bewerben der zweitägigen Veranstaltung in die Wertung, der Großteil mit fast 2.000 fiel dabei auf den Halbmarathon.

Die Siege im Marathon, traditionell ohne elitäre Verpflichtungen, gingen an die Niederösterreicher Matthias Maldet (2:41:40) und Andreas Haslinger (3:05:50).

Ergebnisse WACHAUhalbmarathon 2022 *

Männer

  1. Philimon Maritim (KEN) 1:00:32 Stunden
  2. Simon Ekidor (KEN) 1:02:39 Stunden
  3. Simon Waithira (KEN) 1:04:15 Stunden
  4. Patrick König (GER) 1:07:07 Stunden
  5. Kevin Wallner (AUT) 1:11:00 Stunden
  6. Lukas Gärtner (AUT) 1:11:52 Stunden
  7. Christoph Kluge (AUT) 1:12:21 Stunden
  8. Selama Amarian (ERI) 1:!2:32 Stunden
  9. Yoon Seokryung (KOR) 1:13:37 Stunden
  10. Thomas Punz (AUT) 1:17:25 Stunden

Frauen

  1. Theresiah Omosa (KEN) 1:10:19 Stunden
  2. Morine Michira (KEN) 1:10:42 Stunden
  3. Edwina Kiefer (AUT) 1:25:50 Stunden
  4. Anna Holzmann (AUT) 1:26:47 Stunden
  5. Anna Groß (AUT) 1:28:33 Stunden
  6. Anita Ahorner (AUT) 1:29:36 Stunden
  7. Isabelle Longin (AUT) 1:30:28 Stunden
  8. Victoria Abulesz (AUT) 1:31:31 Stunden
  9. Christina Slomka (GER) 1:32:44 Stunden
  10. Katharina Kiesenhofer (AUT) 1:33:13 Stunden

Ergebnisse WACHAUmarathon 2022 *

Männer

  1. Matthias Maldet (AUT) 2:41:41 Stunden
  2. Clemens Sigl (AUT) 2:52:04 Stunden
  3. Tamas Hanich (HUN) 2:52:37 Stunden

Frauen

  1. Andrea Haslinger (AUT) 3:05:56 Stunden
  2. Evi Stauber (AUT) 3:28:10 Stunden
  3. Tanja Zuser (AUT) 3:28:36 Stunden

* keine AIMS-zertifizierte Laufstrecke

WACHAUmarathon