Lange Dopingsperre für äthiopischen Halbmarathonläufer

Symbolbild. © Ewa Urban / Pixabay

Der äthiopische Halbmarathon- und 10km-Straßenläufer Taye Girma hat eine Dopingsperre in Höhe von fünf Jahren und vier Monaten ausgefasst. Sie beginnt rückwirkend mit 3. August 2021. Das gab die Athletics Integrity Unit (AIU) bekannt. Der 26-Jährige wurde im Jahr 2021 bei zwei unabhängig voneinander abgenommenen Urinproben, eine in Äthiopien, eine bei einem Wettkampf in Italien, positiv auf EPO getestet. In ihren Ermittlungen erkannten die Experten von World Athletics, dass das positive Ergebnisse auf zwei unterschiedliche Substanzen, die beide lediglich per Injektion verabreicht werden können, zurückzuführen waren. Die AIU erkannte diese beiden Tatsachen genauso wie den Betrug zum Zweck der Olympia-Qualifikation im 10.000m-Lauf als erschwerenden Tatbestand, was die höhere Sanktion als die festgeschriebenen vier Jahre erklärt. Alle Ergebnisse Girmas ab 6. April 2021 wurden außerdem gestrichen. Da der Athlet belegen konnte, kaum über finanzielle Mittel zur verfügen, gab es kein Urteil über die Kosten des Verfahrens. Girma kann noch Einspruch vor dem CAS einlegen.

Athletics Integrity Unit