Tamirat Tola triumphiert mit schneller zweiter Marathon-Hälfte

Vier Jahre nach der Silbermedaille von London hat Tamirat Tola bei den Weltmeisterschaften in Eugene seinen größten Erfolg gefeiert. Der Äthiopier stürmte mit einer zweiten Marathonhälfte von 1:01:27 Stunden zu WM-Gold. Auch Mosinet Geremew und Bashir Abdi holten sich ihre zweiten Medaillen auf globaler Ebene.

© Andy Lyons / Getty Images for World Athletics

Er ist nichts schuldig geblieben, der WM-Marathon von Eugene 2022. Ausgetragen bei perfekten Laufbedingungen, ganz im Unterschied zu so mancher sommerlicher WM- und Olympia-Entscheidung vergangener Jahre, mit einem leistungsstarken Feld, das auch Platz für Überraschungen vorsah, und einer klassischen Entwicklung der Renndramaturgie für Meisterschaftsrennen mit einer grandiosen Siegesleitung. Daher werden insbesondere Tamirat Tola diese 42,195 Kilometer ewig in Erinnerung bleiben. Mit einer entschlossenen Attacke auf dem 34. Kilometer, es war seine zweite nach einem ersten Versuch zwei Kilometer früher, distanzierte er die Konkurrenz klar und stürmte mit Kilometersplits, die im finalen Viertel allesamt deutlich unter drei Minuten blieben, zu einer Endzeit von 2:05:36 Stunden, die mehr als WM-würdig sind.

Der RunAustria-Bericht des 10.000m-Laufs der Männer:

Cheptegei verteidigt 10.000m-Titel

Klarer neuer WM-Rekord

„Ich danke Gott und ich danke meinem Coach für diese Goldmedaille. Heute hat sich ein Traum für mich erfüllt“, jubelte der neue Weltmeister. 78 Sekunden blieb der 30-Jährige unter dem bisherigen Meisterschaftsrekord des Kenianers Abel Kirui, gelaufen 2009 in Berlin, der auch den Zeiten der beiden weiteren Medaillengewinner nicht standgehalten hätte. Der Vorsprung von 68 Sekunden auf Silbermedaillengewinner Mosinet Geremew ist beträchtlich, hat aber kein Alleinstellungsmerkmal in der WM-Geschichte. Tola selbst stand sogar schon einmal auf der anderen Seite, bei seiner Silbermedaille in London 2017 war Geoffrey Kirui fast eineinhalb Minuten schneller als er, Abel Kirui stand bei seinem zweiten Titel in Daegu 2011, überspitzt gesagt, schon frisch geduscht wieder im Ziel, als der Zweite kam.

Besonders sticht die zweite Marathonhälfte in 1:01:27 Stunden von Tola heraus. Nur die internationalen Top-Marathons, die sich zu den besten Athleten auch gute Tempomacher leisten können, haben solche Halbmarathon-Splits üblicherweise im Kopf.

Tamirat Tolas Halbmarathon-Splits: 1:04:09 / 1:01:27 Stunden
Tamirat Tolas Kilometersplits auf der zweiten Hälfte: 3:02 / 3:06 / 3:04 / 3:02 / 3:01 / 3:00 / 2:59 / 2:58 / 3:00 / 2:52 / 2:57 / 2:52 / 2:43 / 2:47 / 2:51 / 2:46 / 2:48 / 2:51 / 2:52 / 2:51 / 2:45 Minuten (laut World Athletics)

Tolas beste Karrierephase

Es war ein Tag, um Helden zu gebären und Tamirat Tola schlüpfte mit einer mächtigen Darbietung in diese Rolle. Sein Heimatland feiert den dritten WM-Titel im Marathon der Männer, den zweiten in Folge. Inklusive der Silbermedaille von Mosinet Geremew, der wie 2019 nur einem Landsmann den Vortritt geben lassen musste, hat die große ostafrikanische Läufernation nun acht der 15 Medaillen in den letzten fünf WM-Marathons für sich gebucht. Der mit einer Körperhöhe von 1,81 Metern unüblich große Läufer gehört zu den Erfahrensten in der Weltspitze, obwohl er „erst“ 30 Jahre alt ist. Der Auftritt in Oregon war sein 14. im Marathon, in elf blieb er unter 2:10 Stunden, in vier unter 2:05 Stunden und einmal, bei seinem Sieg in Amsterdam 2021, in 2:03:39 Stunden sogar unter 2:04 Stunden. Besonders brillant waren seine letzten Marathons: Nach dem Triumph in Amsterdam wurde er in diesem Jahr Dritter beim Tokio Marathon und nun Weltmeister, seine beiden weiteren Topleistungen lieferte der Mann, der in jungen Jahren auch gute Leistungen auf den kürzeren Distanzen ablieferte und 2016 in Rio Olympia-Dritter im 10.000m-Lauf wurde, auf der schnellen Strecke von Dubai ab. „Ich habe von meinen Fehlern bei der WM 2017, als ich zu wild attackiert habe, gelernt“, betonte er.

Bei diesen drei passte an diesem Tag viel, außer die Aufstellung im Ziel. Bronzemedaillengewinner Bashir Abdi und Silbermedaillengewinner Mosinet Geremew flankierten Sieger Tamirat Tola mit vertauschten Positionen. © Andy Lyons / Getty Images for World Athletics

Geremew vor Abdi

Es war beeindruckend, wie rasch der Vorsprung Tolas auf den letzten sieben Kilometern von Minute zu Minute anstieg, bis er gar die Differenz von einer Minute überstieg. Hinter ihm entfachte sich daher der Kampf um die Silbermedaille. Bashir Abdi, bei den Olympischen Spielen Bronzemedaillengewinner, machte das Tempo. Mit Geremew im Rücken löste er sich auf dem 40. Kilometer von Geoffrey Kamworor und Cameron Levins vorentscheidend. Der Äthiopier agierte ruhig und wartete auf den richtigen Moment, weniger als einen Kilometer vor der Ziellinie zu beschleunigen und sich gegen Abdi die Silbermedaille abzusichern. Wie 2019 feierte Äthiopien einen Doppelsieg, dasselbe gelang den Spaniern 1997 sowie den Kenianern in den Jahren 2009 und 2011. „Ich bin sehr glücklich über den neuerlichen Doppelsieg. Äthiopien hat große Marathonläufer in seiner Geschichte“, so Geremew. Für die Äthiopier kam dieser Erfolg zu einem guten Zeitpunkt – die Olympischen Marathonläufe vor knapp einem Jahr hatten ja ein Debakel gebracht. Abdi, der die erste belgische WM-Medaille im Marathon der Männer erreichte, ärgerte sich einerseits etwas, die Attacke von Tola nicht pariert zu haben, andererseits freute er sich über den Medaillengewinn: „Ich hatte ein exzellentes Trainingscamp in Frankreich und auch die letzte Vorbereitung in Flagstaff verlief sehr gut.“ War sein Erfolg in Sapporo noch eine Überraschung, wundert es mittlerweile niemanden mehr, dass der Europarekordhalter in der Weltspitze mitläuft. Und daher ist es nicht verwunderlich, dass Europa nach 15 Jahren wieder am WM-Stockerl vertreten ist.

Ergebnis Marathonlauf der Männer, WM 2022
Gold: Tamirat Tola (Äthiopien) 2:05:36 Stunden *
Silber: Mosinet Geremew (Äthiopien) 2:06:44 Stunden
Bronze: Bashir Abdi (Belgien) 2:06:48 Stunden

 
4. Cameron Levins (Kanada) 2:07:09 Stunden **
5. Geoffrey Kamworor (Kenia) 2:07:14 Stunden
6. Seifu Tura (Äthiopien) 2:07,17 Minuten
7. Gabriel Geay (Tansania) 2:07,31 Minuten
8. Daniel Do Nascimento (Brasilien) 2:07:35 Stunden
9. Shumi Dechasa (Bahrain) 2:07:52 Stunden
10. Isaac Mpofu (Simbabwe) 2:07:56 Stunden ***
11. Maru Teferi (Israel) 2:07:59 Stunden
12. Othmane El Goumri (Marokko) 2:08:14 Stunden
13. Yusuke Nishiyama (Japan) 2:08:35 Stunden
14. Hamza Sahli (Marokko) 2:08:45 Stunden
15. Barnabas Kiptum (Kenia) 2:08:59 Stunden
16. Oqbe Kibrom (Eritrea) 2:09:02 Stunden
17. Hassan Chahdi (Frankreich) 2:09:20 Stunden
18. Melikhaya Frans (Südafrika) 2:09:24 Stunden ****
19. Galen Rupp (USA) 2:09:36 Stunden
20. Rory Linkletter (Kanada) 2:10:24 Stunden ****
21. Mohamed Reda El Aaraby (Marokko) 2:10:33 Stunden
22. Goitom Kifle (Eritrea) 2:11:10 Stunden
23. Dong Guo Jian (China) 2:11:14 Stunden
24. Elkanah Kibet (USA) 2:11:20 Stunden
25. Tasama Moogas (Israel) 2:11:36 Stunden

43. Tom Gröschel (Deutschland) 2:14:56 Stunden
DNF Abdi Nageeye (Niederlande)
DNF Lelisa Desisa (Äthiopien)
DNS Kengo Suzuki (Japan)
 
* neuer Weltmeisterschaftsrekord
** neuer kanadischer Landesrekord
*** neuer Landesrekord für Simbadwe
**** neue persönliche Bestleistung

Die Helden abseits des Stockerls

An einem solchen Tag ist selten nur einer ein Held. Zwar landete Cameron Levins, von allen nur „Cam“ gerufen, auf dem undankbarsten aller Positionen, nämlich dem vierten Platz. Doch der Kanadier, der 2021 den seltsamen S7 Marathon in der Steiermark gewinnen konnte, um sich im strömenden Regen last-minute für die Olympischen Spiele zu qualifizieren, verbesserte seinen kanadischen Landesrekord um sage und schreibe 2:16 Minuten. „Es war grandios heute, richtig cool, mit diesen Topleuten mithalten zu können. Die Zeit – das ist nur ein Bonus“, schwärmte der Nordamerikaner nach seinem Coup. Dass der 33-Jährige so lange ernsthaft um die Medaillen mitkämpfen konnte und eigentlich erst auf dem 40. Kilometer den Kontakt zu Geremew und Abdi verlor, war bereits eine Sensation und erinnerte irgendwie an den Schotten Callum Hawkins, der in Doha auch bis kurz vor Schluss an den Medaillen schnupperte und im Kampf gegen die Ostafrikaner mit Rang vier trotz einer starken Leistung unglücklich ohne Edelmetall blieb. „Für mich ist das heute ein großer Tag. Endlich konnte ich zeigen, was in mir als Marathonläufer drinsteckt. Als ich über die Startlinie gelaufen bin, habe ich gemerkt, heute ist vieles möglich“, ergänzte der Routinier, der von einem perfekten Marathon-Aufbau berichtete. Bei den Olympischen Spielen 2020 lief er als 72., zwölf Plätze hinter dem Österreicher Peter Herzog (Union Salzburg LA), schwer geschlagen ins Ziel. Sein Resultat von Eugene ist das erst zweite kanadische Top-Ten-Resultat in einem WM-Marathon nach Peter Maher, der 1993 in Stuttgart Zehnter wurde. Mit Rory Linkletter und Ben Preisner kamen zwei weitere Kanadier in die Top-30.

Noch überraschender war in den Top-Ten lediglich die Präsenz von Isaac Mpofu aus Simbadwe, der als Zehnter das bisherige nationale Topergebnis bei einem WM-Marathon der Männer von Cuthbert Nyasango aus dem Jahr 2011 um fünf Positionen verbesserte. Der 33-Jährige steigerte seine persönliche Bestleistung um fast zweieinhalb Minuten und damit auch den seit acht Jahren bestehenden Landesrekord von Nyasango um fast zwei Minuten. Doch die Vorgeschichte macht diesen Erfolg speziell: Mpofu qualifizierte sich Anfang Mai mit dem Sieg beim Durban Marathon für die Weltmeisterschaften, der Veranstalter disqualifizierte seinen Sieger postwendend, weil dieser entgegen der Veranstaltungsregeln nicht vorne und hinten eine Startnummer getragen hatte. Der Landesverband von Simbadwe sprach einen Protest gegen diese Disqualifikation aus und argumentierte, Mpofu hätte gegen keine internationale Regel verstoßen. Zumal der Athlet der heimischen Presse erzählte, in seinem Starter Package hätte sich nur eine Startnummer befunden und er hätte das vor dem Start bei den Offiziellen gemeldet. Er gewann den Rekurs, wohl auch nach einer Intervention von World Athletics, und seine Zeit wurde wieder in die Wertung aufgenommen – die knapp 4.000 Euro Preisgeld zahlte der Veranstalter ihm allerdings nicht.

Die Siegerehrung fand am Hayward Field statt. © Hannah Peters / Getty Images for World Athletics

Rupp ohne Chance auf Spitzenplatz

Auf der anderen Seite produzierte das Rennen auch einige schwer Enttäuschte. Wenig überraschend konnte Lelisa Desisa niemals in die Nähe einer denkbaren Titelverteidigung laufen, der WM-Titel von 2019 scheint das letzte Hurra seiner Karriere gewesen zu sein. Mit großen Hoffnungen war Galen Rupp in den WM-Marathon in seinem Heimat-Bundesstaat gestartet, doch das Heimspiel endete mit einem unterdurchschnittlichen 19. Platz – weit weniger, als sich der Olympia-Achte von Rio erhofft hatte und auch nicht das, was sich auch die US-Fans vom Heimspiel erwartet hätten. Am Ende fiel die suboptimale Vorbereitung, die auch durch eine COVID-19-Infektion im Juni unterbrochen wurde, zu sehr ins Gewicht. Ernüchternd war der WM-Marathon auch für die Kenianer, die erstmals seit 2015 ohne Medaille blieben. Geoffrey Kamworor, der zwischenzeitlich fähig schien, die Kohlen für seine Landsleute aus dem Feuer zu holen, wurde am Ende Fünfter. Seit seinem schweren Trainingsunfall 2020, als er, sich in Topform befindlich, von einem Motorradfahrer überfahren wurde und sich schwerste Verletzungen zuzog, ist der WM-Silbermedaillengewinner von Peking 2015 im 10.000m-Lauf noch nicht wieder der alte Superläufer und fällt zudem selten auf die Butterseite. Nach Rang vier beim Valencia Marathon 2021, den er sicherlich auch gewinnen hätte können, fehlten dieses Mal 26 Sekunden auf einen Medaillengewinn. Interessant, dass sich der Kenianer nach dem Rennen zufrieden mit seiner Leistung zeigte.

Gute Bedingungen, hohes Tempo

Bei optimalen Bedingungen, bedecktem Himmel, einer Lufttemperatur von 13°C und nur ganz leichtem Wind, startete das 62 Läufer umfassende Feld etwas später als die intendierten 6:15 Uhr Ortszeit los auf die 14 Kilometer lange Runde, die dreimal zu absolvieren war. Neben dem aufgrund einer positiven Dopingprobe aussortierten Mitfavoriten Lawrence Cherono (siehe RunAustria-Bericht) fehlte auch der japanische Rekordhalter Kengo Suzuki an der Startlinie (möglicherweise aufgrund ein paar COVID-19-Fälle im japanischen Team), womit die japanischen Erfolgschancen minimiert waren. Rang 13 von Yusuki Nishiyama ist eher eine positive Leistung.

Eine große Gruppe bestimmte die erste Rennhälfte, bei Kilometer 15 waren noch über 40 Läufer nur durch wenige Sekunden getrennt, bei der Halbmarathon-Durchgangszeit von 1:04:08 Stunden hatten 36 Läufer noch beste Chancen, ganz vorne zu landen. Erstmals zeigte sich Galen Rupp anfangs der zweiten Hälfte an der Spitze, während mit Titelverteidiger Lelisa Desisa der erste große Name Probleme bekundete. In dieser Phase stach der am Ende neuntplatzierte Shumi Dechasa, ein Äthiopier, der seit Jahren für den Bahrain läuft, heraus, die meiste Zeit für die Tempogestaltung an der Spitze des Feldes zu sorgen. Es wurde nun, als zwei Drittel der Distanz absolviert waren, flotter und flotter. Die Temperaturen waren mittlerweile auf 18°C. geklettert, trotz der 80% Luftfeuchtigkeit blieben die Bedingungen im erträglichen Rahmen.

Zweite Attacke als goldene

Bei Kilometer 32 kam erste richtige Unruhe in die Spitze. Tamirat Tola testete erstmals seine Konkurrenz, im Gesicht von Galen Rupp war ablesbar, dass die Heim-WM-Medaille ein Traum bleiben musste. Auch Geoffrey Kamworor kam nun nach vorne und lief aktiv. Zwei Kilometer später startete der 30-jährige Äthiopier seinen alles entscheidenden Angriff, dahinter formierte sich die Vierergruppe mit Geremew, Abdi, Kamworor und Levins, die im Kampf um Silber und Bronze verbleiben sollte. Gabriel Geay, der dritte Äthiopier Seifu Tura, der am Ende Sechster werden sollte, und Abdi Nageeye hatten den Zug knapp verpasst. Der holländische Marathon-Rekordhalter und Olympia-Silbermedaillengewinner versuchte nun händeringend kilometerlang die Lücke weniger Sekunden zuzulaufen. Als erstmals Fortschritte bei diesem Unternehmen erkennbar waren, hielt Abdi mit Geremew im Rücken das Tempo hoch, weil sich das Duo im Kampf um die Medaillen in eine bessere Situation gebracht hatten als Kamworor und Levins. Nageeyes Hoffnungen waren zerstört, der Holländer verlor den Biss und stieg gänzlich aus. Nun war der müde wirkende dreifache Weltmeister im Halbmarathon jener Mann, der verbissen versuchen musste, eine Lücke zu schließen. Er scheiterte – und weil auch Levins am letzten Zacken agierte, war der Freudentag der Äthiopier mit Bashir Abdi auf dem dritten Platz unter dem Jubel der etlichen Zuschauer im Start- und Zielbereich amtlich.

© Andy Lyons / Getty Images for World Athletics

Gröschel mit bester deutscher Marathon-Platzierung seit 13 Jahren

Als einer der Außenseiter war der Deutsche Tom Gröschel ins Rennen gegangen. Der 30-jährige hielt sich wenig überraschend nicht lange in der großen Spitzengruppe auf und versuchte sein eigenes Tempo zu finden, was mit durchschnittlichen Splits von so um die 3:09 Minuten pro Kilometer passabel gelang. Zur Halbzeit lag der Deutsche in einer Zeit von 1:06:13 Stunden nur etwa zwei Minuten hinter dem späteren Weltmeister. Dann konnte Gröschel sein Tempo nicht ganz halten, verbesserte sich aber, teilweise allein laufend, um einzelne Positionen und kam für das finale Drittel des Rennens erstmals unter die Top-50. „Das war heute ein hartes Stück Arbeit, wahrscheinlich das härteste Rennen, das ich je mitgemacht habe. Ich bin froh und stolz, es geschafft zu haben“, wird der 30-Jährige auf der Website des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zitiert. Am Ende geht ein 43. Platz in die Statistik ein, genauso wie eine Zeit von 2:14:56 Stunden. Dass er immerhin der erste deutsche WM-Teilnehmer im Marathon seit Berlin 2009 war, ist sicherlich kein Ruhmesblatt für den größten nationalen Leichtathletik-Verband der Welt, der sich für die Saison 2022 verständlicherweise auf die Heim-EM in München konzentriert hat.

Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2022 in Oregon

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