Eliud Kipchoge kehrt zum Berlin Marathon zurück

Eliud Kipchoge beim Berlin Marathon 2017. © SIP / Johannes Langer

Vier Jahre nach seinem immer noch gültigen Weltrekord in einer Zeit von 2:01:39 Stunden kehrt Marathon-Superstar Eliud Kipchoge in diesem Herbst zum Berlin Marathon zurück. Das gab der Veranstalter des BMW Berlin Marathon heute in einer Aussendung bekannt. „Wir sind überglücklich, dass Eliud Kipchoge zum fünften Mal den BMW Berlin Marathon läuft“, so Renndirektor Mark Milde. Dreimal hat der zweifache Olympiasieger den Marathon in der deutschen Hauptstadt gewonnen, jeder seiner Siege war spektakulär. 2015 mit heraushängender Zwischensohle in einer Zeit von 2:04:00 Stunden, 2017 unter der Herausforderung des damaligen Debütanten Guye Adola, der zweitweise führte und auch 2022 sein großer Kontrahent sein könnte, 2018 mit dem Weltrekord. Nur 2013 – damals war Kipchoge noch ein Marathon-Novize – musste er sich Wilson Kipsang geschlagen geben. „Wir hoffen, dass wir ein hoch qualitatives und aufregendes Rennen sehen werden, ein Gustostückerl für die Sportwelt“, ergänzt Milde, auch in Gedanken an die Neuauflage des toten Duells zwischen Kipchoge und Adola im Jahr 2017. Der Äthiopier hat den Berlin Marathon 2021 gewonnen. „Ich freue mich auf die Aufgabe und komme immer mit guten Gefühlen nach Berlin“, so der 31-Jährige, der unter 2:03 Stunden laufen will.

Auch mit 37 ein absoluter Spitzenläufer

Der Start des 37-jährigen Kenianers in Berlin ist trotz der pfeilschnellen Weltrekordstrecke, der Treue und der gegenseitigen Wertschätzung der letzten Jahre zwischen Athlet und Organisation eine Überraschung. Denn Kipchoge hat dem Ziel, alle World Marathon Majors je einmal zu gewinnen, eine hohe Priorität gegeben. Daher wäre ein Antreten beim New York City Marathon, neben dem Boston Marathon der einzige, bei dem Kipchoge noch nie teilgenommen und daher auch noch nie gewonnen hat, naheliegend gewesen. Doch Kipchoge hat sich für Berlin entschieden und kann in der deutschen Hauptstadt den Rekord der vier Siege von Haile Gebrselassie einstellen. Außerdem ist Berlin bekanntermaßen die Adresse Nummer eins, um schnelle Zeiten zu laufen. Und dass Kipchoge trotz seines Alters noch sehr schnelle Marathonzeiten laufen kann, hat er erst im März beim Tokio Marathon mit einer Siegesleistung von 2:02:40 Stunden eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“ Sein Zitat in der Aussendung lässt seine Träume erahnen: „Berlin ist der schnellste Kurs. Hier können Menschen ihr Potenzial auf die Straße zaubern und ihre Grenzen puschen.“

Über 45.000 Läuferinnen und Läufer aus rund 150 Nationen sollen am 25. September die 48. Auflage des Klassikers in Berlin bestreiten.

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