Jo Fukuda gewinnt Wings for Life World Run

Der japanische Marathonläufer in Diensten des NN Running Teams lief am vergangenen Sonntag im japanischen Fukuoka eine Distanz von 64,43 Kilometer, ehe das Catcher Car den Wings for Life World Run 2022 beendete. In Wien kehrte das Realevent mit knapp 10.000 Angemeldeten zurück.

© Philipp Carl Riedl for Wings for Life World Run

Jo Fukuda, Zweiter des Fukuoka Marathon 2019, hatte in den letzten vier Jahren vergeblich versucht, neuerlich die Marke von 2:10 Stunden im Marathon zu knacken. Am vergangenen Sonntag überzeugte er auf der Überdistanz und absolvierte beim Wings for Life World Run eine Distanz von 64,43 Kilometern. Damit lag der 31-jährige Japaner, der in Fukuoka seine Laufschuhe schnürte, in der Gesamtwertung exakt einen halben Kilometer vor dem Polen Dariusz Nozynski, der in Posen lief, und dem Deutschen Jonas Müller (63,69), der an einem App Run in Großbritannien teilnahm. Im deutschsprachigen Raum feierten die Realevents beim Wings for Life World Run nach der Pandemiepause ihr Comeback. Im Schweizer Zug lief Raphael Josef mit 63,59 Kilometer am weitesten, er belegte Rang vier der globalen Gesamtwertung vor dem Briten Tom Evans, der die Tageswertung in Wien mit 63,41 Kilometer für sich entschied. Am ausdauerndsten in München war der bayerische Ultraläufer Florian Neuschwander, den die Distanz von 61,07 Kilometer auf Gesamtrang acht führte.

Springer und Stöckl beste Österreicher

Siegerin bei den Frauen war Nina Zarina. Die in Laufveranstaltungen, die dem Leichtathletik-Weltverband (World Athletics) unterstehen, nicht startberechtigte, 35-jährige Russin lief in Santa Monica im US-Bundesstaat Kalifornien eine Distanz von exakt 56 Kilometern und feierte ihren vierten Gesamtsieg in Folge. Patrycja Talar (53,56 Kilometer in Posen) und Sophia Sundberg aus Schweden (49,39 Kilometer in Ljubliana) erklommen ebenfalls das virtuelle Stockerl. Die Polin Dominika Stelmach gewann die Tageswertung in München mit 48,25 Kilometern, in Wien war die Oberösterreicherin Kerstin Springer bis Kilometer 44,2 die Letzte im Rennen. Bester Österreicher als Zehnter in der globalen Gesamtwertung war der in Wien zweitplatzierte Salzburger Andreas Stöckl, der eine Distanz von 59,4 Kilometer verbuchte.

Wien-Siegerin Kerstin Springer. © Philipp Greindl for Wings for Life World Run

Neuer Spendenrekord

Mit insgesamt 4,7 Millionen Euro feierte der Wings for Life World Run 2022 einen neuen Spendenrekord in der neunjährigen Geschichte dieser Initiative. 161.892 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, fast ein Viertel davon aus Österreich, leisteten ihren Beitrag dafür. Die Spendensumme kommt der Rückenmarksforschung mit dem Ziel der Heilung von Querschnittslähmung zugute. „Der Rekord macht mich sprachlos. Ich möchte mich bei jedem einzelnen, der heute zusammen mit uns gelaufen, gewalkt oder gerollt ist, auf das Herzlichste bedanken“, sagte Anita Gerhardter, CEO der Stiftung Wings for Life, in einer ersten Reaktion.

In Wien gingen die Läuferinnen und Läufer um 13 Uhr zwischen Rathaus und Burgtheater ins Rennen, über die Donauinsel führte die Strecke aus der Stadt hinaus Richtung Tulln. Neben den Realevents konnten Läuferinnen und Läufer über die App weltweit am Wings for Life World Run teilnehmen.

Wings for Life World Run