Duncan Kibet: Ein Marathon-Star in der Depression

Symbolfoto. © Anja / Pixabay

Mit seinem Sieg beim Rotterdam Marathon 2009 in einer Zeit von 2:04:27 Stunden, damals eine der schnellsten der Geschichte, war Duncan Kibet am Höhepunkt angekommen. Nur ein Jahr davor glänzte der zuvor sehr erfolgreiche Halbmarathonläufer beim Vienna City Marathon als Zweiter. Nach der Aufgabe beim London Marathon 2010 verschwand der Kenianer aufgrund anhaltender Schmerzen von der Bildfläche und sein Leben nahm eine schlechte Wendung, worauf ein Bericht in der kenianischen Tageszeitung „The Star“ die Aufmerksamkeit richtete.

Im Versuch Geld für eine teure Behandlung in Deutschland aufzubringen wurde Kibet Opfer eines Immobilienbetrugs und verlor sein Hab und Gut. Völlig verarmt rutschte er in die Depression und überlebte drei Selbstmordversuche. Heute lebt der 43-Jährige in seinem Elternhaus und versucht, wieder auf die Beine zu kommen. Gerechtigkeit für seinen Verlust erhielt der exzentrische Läufer nie.