John Landy im Alter von 91 Jahren verstorben

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Die australische Meilenlauf-Legende John Landy ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 91 Jahren verstorben. „Unsere Welt ist armer ohne John Landy“, erinnert World Athletics Präsident Sebastian Coe an einen der großen Pioniere im Mittelstreckenlauf nach dem Zweiten Weltkrieg, der in den letzten Jahren seines Lebens an Parkinson litt. Nach seiner sportlichen Karriere ging Landy in die Politik und war anfangs des Jahrhunderts Gouverneur des Bundesstaats Victoria.

Landy war im Juni 1954 der zweite Mensch der Welt nach Sir Roger Bannister, der eine sub-4-Meile erzielte. In Turku in Finnland verbesserte er den Weltrekord des Briten deutlich auf eine Zeit von 3:58,0 Minuten. Seinen größten Erfolg bei Olympischen Spielen feierte er 1956 vor heimischem Publikum in seiner Heimatstadt Melbourne, als er die Bronzemedaille im 1.500m-Lauf erzielte. Bei der Eröffnungsfeier hatte Landy, der als sehr fairer Sportler bekannt war, den Olympischen Eid im Namen aller Athleten abgelegt. In Erinnerung bliebt aber das legendäre Duell mit Bannister bei den Commonwealth Games 1954 in Vancouver, als der australische Weltrekordhalter seinen Kontrahenten im Endspurt unterlag. Der Wettkampf ging als ein legendäres Rennen unter der Bezeichnun „Miracle Mile“ in die Geschichte ein, rund 100 Millionen Menschen verfolgten damals die Radioübertragung.g