Comeback des Linz Marathon mit starkem Frauenduo
Zweieinhalb Jahre nach der letzten Ausgabe feiert der Linz Donau Marathon am kommenden Wochenende sein Comeback und bildet mit seiner 19. Auflage den Abschluss des Marathon-Herbsts in Österreich. Wie im Falle des Vienna City Marathon findet die zweitgrößte Marathon-Veranstaltung des Landes erstmals in der zweiten Jahreshälfte statt.

© Linz Marathon / Klaus Mitterhauser
Ein Novum beim Linz Donau Marathon ist im Vergleich zu den letzten Jahren auch, dass in diesem Jahr das Elitefeld der Frauen hervorsticht und auf dem Papier nicht schwächer ist als das Männer-Feld, das in Linz traditionell Athleten mit Bestleistungen rund um 2:10 Stunden vereint. Damit sind auch die Hoffnungen intakt, dass der Streckenrekord der Kroatin Lisa Christina Stublic (2:30:46) aus dem Jahr 2011 fällt. Angeführt wird die Liste von Urge Diro, einer 27-jährigen Äthiopierin, die über eine Bestleistung von 2:28:10 Stunden verfügt – aufgestellt 2019 in Sevilla. Nach einem guten Marathonjahr 2019 mit vier Resultaten auf dem selben Niveau ist Diro aber keinen Wettkampf mehr gelaufen und tastet sich also in Linz zurück ins internationale Geschehen. Mitfavorisiert ist ihre 34-jährige Landsfrau Tigist Teshome, die 2019 in Barcelona eine Zeit von 2:29:17 Stunden gelaufen ist. Wie gut sie vom Marathon in Madrid vor vier Wochen erholt ist, ist das Fragezeichen, das über ihr schwebt. In der spanischen Hauptstadt reichte es zu Platz sechs in einer Zeit von 2:38:36 Stunden.
An der Spitze des Elitefeldes der Männer tummeln sich vier Läufer mit Bestleistungen knapp unter bzw. knapp über 2:10 Stunden: die Kenianer Mathew Sang, Ezekiel Koech, Sieger des Antwerpen Marathon 2018 und des Dresden Marathon 2019, und Jonathan Kiptoo, Dritter beim Athen Marathon 2017, sowie der Eritreer Kibrom Weldemicael, der beim London Marathon vor sechs Jahren schon einmal Achter war und zuletzt in Sevilla 2020 gelaufen ist. Favorit ist allerdings Sang, weil er seine persönliche Bestleistung von 2:09:54 Stunden in diesem Jahr gelaufen ist und zwar auf dem Flugfeld nahe Enschede.
„Ein Lebenszeichen“
Die Erleichterung ist natürlich auch in der oberösterreichischen Landeshauptstadt groß, dass das Aushängeschild des regionalen Laufsports sein Comeback feiert. Bürgermeister Klaus Luger sagte gestern bei einem Presstermin: „Mit diesem Event der Extraklasse gibt der Laufsport in Linz ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Wir freuen uns auf das großartige Gemeinschaftserlebnis und das tolle Stadtfest.“ Dass dies möglichst reibungslos und risikoarm über die Bühne gehen kann, werden Schutzmaßnahmen gemäß eines COVID-19-Präventionskonzepts umgesetzt – so wie im österreichischen Laufsport seit vielen Monaten Usus. Als Zugangskriterium zum Event gilt die so genannte „3G“-Regel, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen täglich einen Antigen-Schnelltest bestehen. In einigen Bereichen ist das verpflichtende Tragen von FFP-2-Masken vorgesehen.
Knapp 8.000 Registrierte
Vor der Nachmeldemöglichkeit am Wochenende haben sich 7.810 Läuferinnen und Läufer für die verschiedenen Bewerbe am Wochenende angemeldet. Die teilnehmerstärksten sind der Borealis Halbmarathon und der Linz AG Viertelmarathon mit rund 2.300 Aktiven, 763 wollen den Marathon mit Start auf der Autobahnbrücke und Ziel am Hauptplatz bestreiten.