Olympia 2020: Miura pulverisiert japanischen Hindernislauf-Rekord

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Die Olympischen Leichtathletik-Bewerbe im Olympiastadion von Tokio haben für die Gastgeber mit einem kräftigen Achtungserfolg begonnen. Der talentierte, 19-jährige 3.000m-Hindernisläufer Ryuji Miura, Japans aussichtsreichster Bahnläufer bei diesen Spielen auf heimischem Terrain, pulverisierte beim ersten Laufbewerb dieser Spiele, dem ersten Vorlauf im 3.000m-Hindernislauf der Männer seinen eigenen japanischen Landesrekord. Miura genoss ein für ihn ideales Tempo, welches hauptsächlich von Gold-Mitfavorit Lamecha Girma gestaltet wurde, und erreichte als Zweiter hinter dem Äthiopier das Ziel in einer Zeit von 8:09,92 Minuten. Damit blieb der Nachwuchsathlet um sechs Sekunden über seinen fünf Wochen alten japanischen Rekord. Kenias Nummer eins, Benjamin Kigen erreichte als Dritter ebenso kontrolliert den Finallauf, der am Montagnachmittag um 14:15 (MEZ) auf dem Programm steht.

Der Auftaktlauf war ein Drama. Erst knickte John Koech bei der Landung nach einem Hindernis um, wenig später stauchte es den bereits an letzter Stelle liegenden, spanischen Vize-Europameister von 2018, Fernando Carro bei der Landung in den Wassergraben. Beide waren aus dem Rennen, als noch nicht einmal die Hälfte des Vorlaufs erreicht war. Im Finale setzten sich die besten ab, dahinter stürzte der Marokkaner Mohamed Tindouft am letzten Wassergraben, richtete sich aber in Rekordgeschwindigkeit wieder auf und schaffte über die Zeitregel den Sprung ins 15-köpfige Finalfeld. Mitfavorit auf den Olympiasieg, Soufiane El Bakkali erreichte im dritten Vorlauf das Finale sicher (siehe RunAustria-Meldung).

Olympische Spiele von Tokio 2020