Olympia 2020: Hoffmann und Trost im 800m-Halbfinale

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Die Olympischen Vorläufe über 800m der Frauen haben am frühen Freitagmorgen mitteleuropäischer Zeit in Tokio einen Erfolg für den Schweizer Leichtathletik-Verband (Swiss Athletics) und einen Teilerfolg für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) gebracht. Lore Hoffmann und Katharina Trost haben sich für die Halbfinalläufe am frühen Samstagnachmittag mitteleuropäischer Zeit qualifiziert, Christina Hering und Délia Sclabas schieden dagegen aus.

Hoffmann, die eine durchaus günstige Auslosung erwischte, belegte im ersten der sechs Vorläufe in einer Zeit von 2:02,05 Minuten den dritten Platz knapp hinter der Französin Renelle Lamote und Winnie Nanyondo aus Uganda. Da dieser Vorlauf der langsamste bleiben sollte, war ein Top-Drei-Platz essentiell für den Aufstieg. Die zweite Schweizerin lief bei ihrer Olympia-Premiere einen angesichts ihrer bescheidenen Vorleistungen in dieser Saison guten Wettkampf und erzielte eine Zeit von 2:03,03 Minuten. Ein Aufstieg ins Halbfinale war außerhalb der realistischen Erwartungshaltungen für Sclabas, die zuletzt bei den U23-Europameisterschaften das Stockerl verpasste.

Trost und Hering belegten in ihren Vorläufen jeweils den fünften Platz mit unterschiedlichem Ausgang. Trost erreichte im zweiten eine Zeit von 2:00,99 Minuten und platzierte sich unmittelbar hinter Weltmeisterin Halimah Nakaayi, womit beide den Aufstieg über die Zeitregel schafften. Natoya Goule mit der schnellsten Vorlaufzeit von 1:59,83, Noélie Yarigo und Hedda Hynne waren die drei schnellsten dieses Laufs. Hering schied in einer Zeit von 2:02,23 Minuten wie schon bei der WM 2019 in Doha im Vorlauf aus, die Weltjahresschnellste Athing Mu, Habitam Alemu und Joanna Jozwick belegten die ersten drei Plätze.

Die aussichtsreichsten Kandidatinnen auf Edelmetall, darunter neben bereits genannten auch Jemma Reekie, Ajee Wilson, Rose Mary Almanza, Raevyn Rogers oder Keely Hodgkinson, überstanden die erste Runde standesgemäß. Eine schwere Niederlage musste Athletics Canada einstecken, alle drei Läuferinnen, darunter die zuletzt in guter Verfassung befindliche Olympia-Vierte von Rio, Melissa Bishop-Nriagu, müssen die Heimreise antreten. Auch Catriona Bisset, unlängst mit einem australischen Rekord auffällig, schied ungeplant aus. Für die größte positive Überraschung sorgte die Finnin Sara Kuivisto, die in einer Zeit von 2:00,15 Minuten den 30 Jahre alten finnischen Landesrekord von Tuuli Merikoski-Silius verbesserte. Damit erwischte der finnische Laufsport nach der Finalqualifikation von Topi Raitanen im 3.000m-Hindernislauf (Berichterstattung in den Kurzmeldungen) einen bärenstarken Auftakt.

Olympische Spiele von Tokio 2020