Olympia 2020: Hassan, Tsegay und Obiri im Vorlauf überzeugend

© Public Domain Pictures / Pixabay

Alle Favoritinnen haben sich bei den Olympischen Spielen von Tokio erwartungsgemäß den Finallauf über 5.000m, der am Montag um 14:40 Uhr mitteleuropäischer Zeit über die Bühne geht, qualifiziert. Sifan Hassan, die das Ziel verfolgte, angesichts eines Mammutprogramms mit bis zu drei Bewerben etwas an Energie zu sparen, gewann den ersten Vorlauf dank einer starken Schlussrunde in einer Zeit von 14:47,89 Minuten vor Agnes Tirop aus Kenia, den Äthiopierinnen Senbere Teferi und Ejgayehu Taye sowie Lilian Rengeruk aus Kenia.

Im zweiten Vorlauf setzte sich Äthiopiens Beste Gudaf Tsegay in einer Zeit von 14:55,74 Minuten vor Kenias Bester, Weltmeisterin Hellen Obiri durch. Für eine Überraschung sorgte die Italienerin Nadia Battocletti, die in einer persönlichen Bestleistung von 14:55,83 Minuten als Dritte die Qualifikation für das Finale ebenso schaffte wie die US-Amerikanerin Elise Cranny und die Norwegerin Karoline Bjerkeli Grövdal. Über die Zeitregel ergänzen die Türkin Yasemin Can, die US-Amerikanerin Karissa Schweizer, die Israelin Selamawit Teferi (Landesrekord von 14:53,43), Lokalmatadorin Ririka Hironaka, die überwiegend die Tempoarbeit machte, und die Kanadierin Andrea Seccafien das 15-köpfige Finalfeld.

Pech hatte die zweite Japanerin Nozomi Tanaka, die in persönlicher Bestleistung Sechste im zweiten, langsameren Vorlauf wurde und als 16. haarscharf ausschied. Sie ist amtierende Junioren-Weltmeisterin im 3.000m-Lauf. Der Mexikanerin Laura Esther Galvan Rodriguez nutzte ein neuer Landesrekord von 15:00,16 Minuten nicht für einen Aufstieg. Einen kräftigen Dämpfer erlitt das britische Team, das geschlossen ausschied. Vor allem das Scheitern der neuen britischen Rekordhalterin Eilish McColgan – und dies in einer Zeit von 15:09,68 Minuten ziemlich klar – kam unerwartet. Francine Niyonsaba, 2016 noch Silbermedaillengewinnerin im 800m-Lauf, wurde disqualifiziert und verlor damit ihren Finalplatz, den sie sich sportlich erarbeitet hätte.

Olympische Spiele von Tokio 2020