Olympia 2020: Enger Kampf um Finaltickets über die Hindernisse

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15 von 44 Teilnehmern an drei Vorläufen im 3.000m-Hindernislauf haben in der Nacht auf Freitag mitteleuropäischer Zeit in Tokio den Sprung in das Finale, welches am Montag um 14:15 Uhr mitteleuropäischer Zeit über die Bühne gehen wird, geschafft. Dabei konnten sich nur wenige Medaillenkandidaten wie Lamecha Girma aus Äthiopien im ersten oder der Marokkaner Soufiane El Bakkali im dritten Vorlauf augenscheinlich locker durchsetzen, die Finalplätze waren auf hohem Niveau hart umkämpft. Eine Zeit von 8:18,12 Minuten, eine Verbesserung seines indischen Landesrekords um rund zwei Sekunden, reichte für Avinash Salbei nicht.

El Bakkali übernahm im dritten und letzten Vorlauf auf der Gegengerade der letzten Runde die Führung des Italieners Osama Zoghlami und gewann sicher in 8:19,00 Minuten vor dem Finnen Topi Raitanen, die größte Überraschung im Finale, und Alexis Phelut aus Frankreich, der sich im Endspurt gegen den Italiener durchsetzte, der im Gegensatz zu seinem Zwillingsbruder Ala, der eine persönliche Bestleistung im ersten Vorlauf erzielte, das Finale knapp nicht erreichte – auch weil er im langsamsten der drei Vorläufe steckte. Aus dem zweiten Lauf qualifizierten sich Abraham Kibiwot aus Kenia, Getnet Wale aus Äthiopien und Ahmed Abdelwahed aus Italien. Über die Zeitregel schafften es neben Ala Zoghlami die Kanadier Matthew Hughes und John Gay, der Eritreer Yemane Haileselassie, der Marokkaner Mohamed Tindouft und Benard Keter als einziger der drei US-Amerikaner ins Finale. Mit dem Kenianer Leonard Bett, dem Franzosen Djilali Bedrani, immerhin WM-Fünfter von Doha 2019, und dem Äthiopier Bikila Takele fehlen dort drei Prominente. Der Deutsche Karl Bebendorf hatte im ersten Vorlauf keine Chance auf eine vordere Platzierung und erzielte eine Zeit von 8:33,27 Minuten. Seine Olympia-Teilnahme war bereits ein Erfolg.

Aus dem ersten Vorlauf sicherten sich die Favoriten Lamecha Girma – in der schnellsten aller Vorlaufzeiten von 8:09,83), und Benjamin Kigen gemeinsam mit Lokalmatador Ryuji Miura, der einen neuen Landesrekord aufstellte, die drei Fixtickets für Finale (siehe RunAustria-Meldung).

Olympische Spiele von Tokio 2020