Über 200 Marathonläuferinnen und Marathonläufer für Olympische Spiele qualifiziert

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Mit Monatsende Mai 2021 ist der lange Qualifikationszeitraum für die Olympischen Marathonläufe, der 2019 begann und aufgrund fehlender Chancengleichheit in der ersten Pandemiephase bis 1. Oktober 2020 temporär ausgesetzt war, zu Ende gegangen – mit zwei österreichischen Qualifikationsleistungen durch Peter Herzog (Union Salzburg LA) und Lemawork Ketema (SVS Leichtathletik) auf der rot-weiß-roten Habenseite. Wie der Leichtathletik-Weltverband (World Athletics) auf seiner Plattform unter dem Menüpunkt „Road to Olympic Games 2020“ in einer auf drei Athletinnen und Athleten pro Nation bereinigten Übersicht auflistet, haben 96 Marathonläuferinnen und 110 Marathonläufer ein Startrecht bei den Olympischen Marathonläufen am 7. und 8. August in Sapporo. Das ist jeweils deutlich mehr als das intendierte Maximalkontingent an jeweils 80 Startplätzen, die aufgrund der enormen Steigerung der Leistungsfähigkeit in der Breite überboten wurde. Demnach qualifizierte sich niemand via der Weltrangliste für die Olympischen Marathonläufe.

In der Liste nimmt Peter Herzog mit seiner besten Qualifikationsleitung, dem Österreichischen Marathonrekord von 2:10:06 Stunden (London 2020) Rang 70 unter den 110 theoretisch Qualifizierten ein, Lemawork Ketema mit seiner Qualifikationsleistung, dem ehemaligen nationalen Rekord von 2:10:44 Stunden, Rang 89. Theoretisch ist die Liste deshalb, weil die besten Qualifikationsleistungen gelistet sind. So ist zum Beispiel Mo Farah in der Liste, er wird aber in Sapporo nicht im Marathon starten. Die besten fünf Europäerinnen und Europäer laut Qualifikationsliste sind Lonah Chemtai-Salpeter (Israel), Melat Kejeta (Deutschland), Sara Dossena (Italien), Salomé Rocha (Portugal) und Jess Piasecki (Großbritannien) sowie Kaan Kigen Özbilen (Türkei), Bashir Abdi (Belgien), Sondre Nordstad Moen (Norwegen), Abdi Nageeye (Niederlande) und Ayad Lamdassam (Spanien).

World Athletics