Straßenlauf-Wochenende: Kein Olympia-Limit, aber zwei Weltrekorde in Sydney

Bei den mit wenigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgetragenen australischen Meisterschaften im Marathon, die als Qualifikationsrennen für die Olympischen Spiele im Marathon gedacht waren und daher nur kleine Starterfelder vorsah, waren die paralympischen Weltrekorde in ihren Klassen von Michael Roeger und Jaryd Clifford die Highlights. Beide erreichten die Ziellinie in Sydney nach 2:18:52 bzw. 2:19:06 Stunden. Roeger hat nur einen Arm, Clifford ist sehbehindert.
Olympia-Limit gab es keines: Der Neuseeländer Caden Shields gewann den Marathon der Männer in einer Zeit von 2:16:07 Stunden, bei den Frauen gab seine Landsfrau Ruth Croft als einzige Teilnehmerin auf.
Im britischen Asford verbesserte Aleksandr Sorokin aus Litauen die Weltbestleistung über 100 Meilen in einer Zeit von 11:14:56 Stunden und war um über vier Minuten schneller als Zach Bitter vor zwei Jahren. Die Siegerin bei den Frauen, Samantha Amend lief einen britischen Rekord.
Im spanischen Granollers fand am Sonntag ein 10km-Straßenlauf mit 1.236 (!) Finisherinnen und Finishern statt, ein echter Farbtupfer im beschnittenen europäischen Lauffrühling. Ayad Lamdassam führte als Sieger eine Gruppe von fünf Läufern an, die unter 30 Minuten blieben. Die Siegerzeit lautete 29:22 Minuten. Bei den Frauen siegte Likina Amebaw aus Äthiopien in einer Zeit von 32:30 Minuten klar.
In Kiev wurden die Balkan-Meisterschaften ausgetragen. Bei den Männern feierten die Türken Hüseyin Can (2:19:22) und Halil Yasin (2:24:08) einen Doppelsieg vor Lokalmatador Dmytro Pozhevilov (2:28:53). Bei den Frauen siegte Ana Stefulj aus Kroatien in einer Zeit von 2:36:28 Minuten mit fast zehn Minuten Vorsprung auf Mentamer Bikaya aus Israel und Marinela Nineva aus Bulgarien.
Bei einem 10m-Lauf in Pietra Ligure in Italien gingen die Sieg an Said El Otmani (30:17) und Belay Addisalem aus Äthiopien (33:40).