Kopf hoch, Laufschuhe an!

Natürlich laufe ich, um fit und gesund zu bleiben. Natürlich laufe ich, um leistungsfähig zu bleiben. Natürlich laufe ich, um das eine oder andere Wettrennen mit mir selbst zu führen. Ich laufe allerdings auch, weil ich beim Laufen berührende Begegnungen habe. Immer wieder. Mit der Natur, mit Menschen, mit mir selbst.

© SIP / Johannes Langer

Es spielt für uns eine wesentliche Rolle wie schön das Laufen in der Natur oder wie abwechslungsreich das Laufen in der Stadt sein kann. Wir spüren den inneren Ausgleich und die entspannende Wirkung. Dieses emotional Positive ist es, das uns antreibt. Die muskuläre Bewegung des Laufens mit so vielfältigen Reizen wirkt also nicht nur auf unseren Organismus. Reize auf Körper und Geist sind etwas Gutes – vorausgesetzt, wir verstehen die Reizwirkung und wissen damit sinnvoll umzugehen.

Die Dosierung (Belastungsdichte aus Reizintensität/Reizdauer) wird beim Laufen durch die Länge der Läufe, die Laufgeschwindigkeit, aber auch durch das Profil der Strecke und die äußeren Umstände beeinflusst. Du entscheidest, wie du damit umgehst. Eine gute Strategie ist es, das Motto „locker und lächelnd“ zu bevorzugen. 
Bei deinen lockeren und genussvollen Ausläufen begegnen dir vermutlich vor allem Läufer – erfreulicherweise weniger bei Läuferinnen zu beobachten –, die dieses Motto eher nicht beherzigen. Schau diesen Menschen einmal in ihr verzerrtes Gesicht und frag dich, ob diese Läufer nun wirklich einen Genuss und Mehrgewinn für sich verspüren. Macht das Beste aus solchen Situationen und leg das Ganze auf dich um. Zu welcher Kategorie zählst du? Auch etwas Humor ist dabei angebracht.

Finde die richtige Dosierung: Locker und lächelnd – das schützt dich vor Rückschlägen und letztlich auch vor Verletzungen. Wenn du dann hin und wieder intensivere Belastungen setzt, wird deine Leistungsentwicklung nicht leiden. Ganz im Gegenteil, dein Körper wird es dir danken und sich entwickeln. Wenn Du gewohnt bist, drei- bis viermal pro Woche zu laufen, kann ein wöchentliches Fahrtspiel (siehe dazu diesen Blog!) die entscheidende Beanspruchung für eine Formverbesserung sein.

Laufen ist die einfachste Sportart der Welt – immer, aber vor allem jetzt. Du brauchst kein Team, keine Sporthalle oder Leichtathletikbahnen und keine aufwändige Ausstattung. Ein paar gute Laufschuhe und Dein guter Wille genügen.

Und falls du deine Neujahrsvorsätze schon aufgegeben oder monatelang auf einen nicht stattfindenden Wettkampf hingearbeitet hast, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt mit neuen Vorhaben zu starten oder den inneren Schweinehund zu überwinden. Der Winter ist noch nicht vorbei, doch wir spüren nicht nur die mittlerweile gut wärmenden Sonnenstrahlen, sondern auch die eine oder andere frühlingshafte Aufbruchstimmung.

Sich draußen zu bewegen ist also das Beste, was du derzeit machen kannst. Und genau das, haben sich auch schon viele motivierte Läuferinnen und Läufer zu Herzen genommen. Es gibt genügend Routen durch Parks, Wälder oder um Seen, auf denen du durchatmen und entspannt laufen kannst.

Dein Laufprogramm solltest du mit kleinen Workouts erweitern, die sich aus aktivierenden Kraftelementen, Mobilisations- und Dehnungsübungen sowie koordinativen Läufen zusammenfügen. Tipps hierfür findest du auch auf dieser Website und auf www.RunUp.eu – viel Spaß dabei!

Und wenn du einmal keine Lust aufs Laufen verspürst und dir eine wohlverdiente Pause gönnst, gibt es erfreulicherweise immer noch die Möglichkeit etwas Köstliches zu kochen, zu backen oder sich bei einer Online-Yogasession zu entspannen. Wir blicken auf jeden Fall positiv auf die kommenden Wochen und freuen uns, dich bei der nächsten stattfindenden Laufveranstaltung mit dabei zu haben – ein bisschen was läuft immer.

Also Kopf hoch, Laufschuhe an und los geht’s! Achte auf deine Gesundheit, beweg dich und lebe dein Leben!

Dein RunAustria Headcoach
Johannes Langer