Track & Field Wochenende, Europa: Almgren mit schwedischem 3.000m-Rekord

Ein potenzieller Hallen-EM-Kontrahent von Andreas Vojta (team2012.at), der am Samstag in Mondeville in die Saison einstieg (siehe RunAustria-Bericht), konnte zeitgleich im schwedischen Sollentuna überzeugen. Der 25-jährige Andreas Almgren pulverisierte den schwedischen Hallenrekord über 3.000m von Kent Claesson aus dem Jahr 1997 und steigerte ihn um fast sieben Sekunden auf eine handgestoppte Zeit von 7:41,6 Minuten. Im Ziel hatte er 15 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Vidar Johansson. Die Siege in den 800m-Läufen gingen an Joakim Andersson (1:48,71) und die erst 15 Jahre alte Alice Magnel Millan (2:08,58).

RunAustria-Bericht zum Indoor Track & Field Vienna
RunAustria-Bericht zum World Athletics Indoor Tour Meeting in Karlsruhe

Am Sonntag verbesserte Gesa Krause in Frankfurt ihre zehn Jahre alte Bestzeit im 800m-Lauf, eine Distanz, die sie selten läuft. Die zweifache WM-Medaillengewinnerin im 3.000m-Hindernislauf musste in einer Zeit von 2:07,87 Minuten lediglich Nele Wessel (2:07,45) den Vortritt lassen. Bei den Männern setzte sich Marvin Heinrich in einer Zeit von 1:47,32 Minuten vor Oskar Schwarzer (1:47,92) durch. Beide freuten sich über das Hallen-EM-Limit. Im schweizerischen Magglingen hätte Lore Hoffmann den 600m-Lauf in einer Zeit von 1:29,16 Minuten vor der Schwedin Lovisa Lindh (1:29,53) und Selina Fehler (1:30,86) gewonnen, doch Hoffmann und Lindh wurden disqualifiziert. Bei den Männern dominierte Vincent Notz in 1:19,02 Minuten, eine neue Schweizer Bestleistung. Chiara Scherrer absolvierte die 3.000m in einer persönlichen Bestleistung von 9:16,72 Minuten, einen Hauch hinter dem Schweizer Rekord von Astrid Leutert. Laura Giudice siegte über 1.000m deutlich in 2:52,75 Minuten, Laurent Guillaume in 2:26,16 Minuten.

In Prag zeigte Lukas Hodbod am Samstag mit einer 800m-Zeit von 1:46,98 Minuten als Sieger vor Filip Snejdr und Jan Fris, die niedrige 1:47er-Zeiten erzielten, auf. Hodbod ist nun die Nummer vier der ewigen tschechischen Hallen-Bestenliste. Bei den Frauen siegte Diana Mezualianikova in 2:04,75 Minuten. Im polnischen Torun startete 1.500m-Hallen-Europameister Marcin Lewandowski mit einer Zeit von 7:51,69 Minuten über 3.000m in die neue Saison. In Budapest siegte Balasz Vindics über 800m in 1:47,74 Minuten, im polnischen Spala war tags darauf der 17-jährige Krzystof Roznicki der Schnellste über vier Runden (1:48,55). Ebenfalls am Sonntag siegten Jonas Rinne (3:44,57) und Sara Kuivisto (4:11,92) jeweils über 1.500m in Helsinki, der italienische Meister Yassin Bouih war in einer Zeit von 3:41,57 Minuten in Ancona über dieselbe Distanz der Schnellste. Und im russischen Orenburg schob sich Aleksandra Gulyayeva am Samstag mit einer Zeit von 4:27,68 Minuten über die Meile in die Top-Ten der ewigen russischen Bestenliste für Hallenrennen.