Japans Läufer in Fukuoka unter sich

© RunAustria

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Neben dem international viel stärker beachteten Valencia Marathon findet am kommenden Sonntag ein weiteres Marathon-Highlight statt. Der älteste der großen Marathonläufe Japans, der Fukuoka International Open Marathon Championship bildet traditionell, in den letzten Jahren gemeinsam mit Valencia, den Schlusspunkt eines Marathonjahres. Eine Streichung des Massenrennens aufgrund der Pandemie war bei der 74. Auflage des Klassikers nicht notwendig, weil der Fukuoka Marathon traditionell als reines Eliterennen und das auch nur für Männer ausgetragen wird. Eine wichtige Einschränkung, durch die der Event seinem Namen ausnahmsweise nicht gerecht wird, gab es dennoch: Es ist heuer kein offener Marathon, bereits frühzeitig fiel die Entscheidung, ausschließlich japanische Eliteläufer und ausländische Marathonläufer, die dauerhaft in Japan leben, einzuladen. Das alleine täte dem Event und seiner Qualität keinen Abbruch, wenn man bedenkt, dass beim Tokio Marathon im März gleich zehn Japaner unter 2:08 Stunden gelaufen sind. Doch ein Großteil der heimischen Elite lässt trotz der wenigen Wettkampfmöglichkeiten den Fukuoka Marathon aus. Vermutlich, weil sie einen Marathon im Frühjahr als besseres Timing für den letzten Marathonlauf vor Olympia ansehen. Dazu kommen die kurzfristigen Absagen von Yuma Hattori und Ryu Takaka.
 

Ausgedünntes Spitzenfeld

Der dritte japanische japanische Sieg beim Fukuoka Marathon in Folge – Vorjahressieger El Mahjoub Dazza aus Marokko wurde des Dopings überführt, weswegen der Sieg nachträglich an Taku Fujimoto ging – ist aufgrund der Ausgangspositionen recht wahrscheinlich, da die in Japan lebenden Kenianer und Äthiopier auf der Startliste nicht zum engsten Favoritenkreis gehören. Yuma Hattori hatte 2018 als erster Japaner seit 2005 einen Heimsieg gefeiert und die Serie eröffnet. Im Vorfeld kündigte er sogar eine Attacke auf den japanischen Rekord von Suguru Osako (2:05:29) an, kann aber nun aufgrund von Schmerzen in der rechten Wade nicht starten. Takaka, der über eine Bestleistung von 2:06:45 Stunden verfügt – es wäre die schnellste im Feld gewesen, muss aufgrund von Problemen in den Adduktoren passen. So stecken „Titelverteidiger“ Taku Fujimoto, Jo Fukuda, Neuzugang im NN Running Team, Yuya Yoshida und Naoki Okamoto in der Favoritenrolle. Weitere bekannte Teilnehmer sind der japanische Dauerbrenner Yuki Kawauchi, der seit fast zwei Jahren nicht mehr unter 2:10 Stunden gelaufen ist, und Satoru Sasaki, Olympia-Teilnehmer von Rio 2016.
Auch wenn die großen Stars fehlen, ist die Dichte im Feld einer hohen zweistelligen Teilnehmerzahl beachtlich. Gleich 34 der gemeldeten Läufer verfügen über eine persönliche Bestleistung unter 2:13 Stunden.
 
 
Fukuoka Marathon