Kalium: Multitalent unter Mineralstoffen

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Als für das Überleben essentieller Mineralstoff ist Kalium für alle Menschen bedeutend, für sportliche umso stärker. Denn Kalium spielt bei allen physiologischen Prozessen auf zellulärer Ebene eine gewichtige Rolle, reguliert den Zellwachstum, normalisiert den Blutdruck mit senkender Wirkung und wirkt damit präventiv auf Schlaganfälle. Außerdem spielt er gemeinsam mit Wasser die entscheidende Rolle bei der Verwertung von Kohlenhydraten. Also jener energieliefernde Nährstoff, den Läufer in besonderer Menge brauchen, um leistungsfähig zu sein. Für Sportlerinnen und Sportler ebenfalls eine bedeutende Funktion von Kalium ist jene der Stimulation von Muskelkontraktionen, übrigens inklusive jene des Herzmuskels. Beim Sport könnte ein temporärer Mangel, verursacht zum Beispiel durch eine hohe Schweißabsonderung aufgrund der körperlichen Betätigung, zu Muskelkrämpfen oder einem höheren Erschöpfungsgrad führen. Das bedeutet, dass sportliche Menschen bei der Ausübung von körperlicher Aktivität sowohl im Vorfeld als auch während der Einheiten auf zusätzliche Aufnahme von Kalium achten müssen, am besten in flüssiger Form über Sportdrinks.
 

Ausgewogene Ernährung berücksichtigt Kalium-Bedarf

Die positive Nachricht ist jene, dass Kalium fast selbstverständlich über die Ernährungsweise aufgenommen wird, insbesondere im Rahmen eines ausgewogenen Ernährungsplans, welcher auf einen gesunden und aktiven Lebensstil ausgerichtet ist. Reich an Kalium sind u.a. Marillen, Bananen, Kartoffeln, Trockenfrüchte wie Datteln, Feigen oder Rosinen, einige Getreidearten, Spinat, grüne Salate, Bohnen, Linsen oder Nüsse. Und natürlich spezielle Elektrolytgetränke für Sportler.
Die in der deutschsprachigen Region empfohlene Menge von 4g pro Tag für Erwachsene hält aber bei weitem nicht die Mehrheit der Bevölkerung ein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert einen empfohlenen Tagesbedarf für Erwachsene von mindestens 3,5g Kalium. Kalium ist der natürliche Gegenspieler von Natrium, weswegen auf ein ausgeglichenes Verhältnis dieser beiden Stoffe geachtet werden soll (das entspricht mindestens 2g Natrium täglich), was auch die WHO empfiehlt. Denn die beiden Mineralstoffe entfalten ihre Wirkung erst in Kombination zueinander wie gewünscht. Die beiden Stoffe sind gemeinsam zum Beispiel für die Reizweiterleitung im Nervensystem mitverantwortlich. Kalium befindet sich hauptsächlich im Zellinneren, wo es die zelluläre Aufnahme von Nährstoffen und Flüssigkeiten reguliert, während Natrium außerhalb der Zellen wirkt.