Skandinavier probierten Vorstoß für Leichtathletik-EM 2021

Wie der norwegische Rundfunk NRK Mitte der Woche berichtete, haben die Leichtathletik-Verbände Norwegens und Schwedens eine gemeinsame Anfrage an den Europäischen Leichtathletik-Verband (European Athletics) gerichtet, im Sommer 2021 die abgesagten Europameisterschaften von Paris 2020 in einer kombinierten Austragung in Oslo (Läufe) und Stockholm (technische Bewerbe) nachholen zu können. European Athletics habe laut einer Aussage von Kjetil Hildeskor, Generalsekräter im norwegischen Verband, derartig deutlich abgeblockt, dass man von einer konkreten Bewerbung absieht.
Norwegens Topathleten, die Ingebrigtsen-Brüder und 800m-Läuferin Hedda Hynne, zeigten sich bei einem Pressetermin in Oslo genauso wie der norwegische Verband enttäuscht über die mangelnde Gesprächsbereitschaft beim Kontinentalverband und nutzten die Gelegenheit dafür, die europäische Leichtathletik ausführlich zu kritisieren und die nationale zu loben. Insbesondere durch die Zweifel, die laut norwegischer Perspektive über einer Austragung der Olympischen Spiele im Sommer 2021 zu hängen scheinen, wäre eine EM eine willkommene Alternative für europäische Leichtathleten. Henrik Ingebrigtsen schickte sogar die Kritik hinterher, EA habe die EM in Paris überhastet abgesagt, anstatt sie in den Herbst zu verlegen, wo eine Durchführung seiner Meinung nach realistisch gewesen wäre. Hynne mahnte die Verantwortlichen von European Athletics, primär daran zu arbeiten, Chancen zu erkennen.