Kip Keino Classic: Mit Heimsiegen in den Urlaub

© Kip Keino Classic

Kenias Laufstars der Stadionleichtathletik haben sich wie erwartet mit Siegen vor heimischem Publikum in Nairobi in die Saisonpause verabschiedet. Beim wichtigsten Leichtathletik-Meeting der Geschichte auf kenianischem Boden, dem zur World Athletics Continental Tour der Klasse Gold zählenden Kip Keino Classic im Nyayo National Stadium der kenianischen Hauptstadt blieben Hellen Obiri, Beatrice Chepkoech, Timothy Cheruiyot, Nicholas Kimeli und Ferguson Rotich vor 6.000 Zuschauern souverän.
 

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Spannendes Duell Obiri–Tirop

Im spannendsten Rennen des Meetings auf einer Meereshöhe von über 1.600m duellierten sich Hellen Obiri und Agnes Tirop über 5.000m. Die Weltmeisterin zog 300 Meter vor der Ziellinie ihren langen Spurt an und setzte sich in einer Zeit von 15:06,36 Minuten mit 0,35 Sekunden Vorsprung auf Tirop durch. Margaret Kipkemboi wurde in einer Zeit von 15:11,11 Minuten Dritte. „Ich wollte den Fans heute etwas zurückgeben für die Unterstützung über die Jahre und das ist mit diesem Sieg gelungen“, so Obiri.
 

Chepkoech mit erstem Hindernislauf-Saisonsieg

Ebenfalls das Erlebnis eines Heimsieges betonte Beatrice Chepkoech, die einen der wenigen 3.000m-Hindernisläufe des Jahres für sich entschied. Anders als beim ISTAF in Berlin gewann die Weltmeisterin in einer Zeit von 9:29,05 Minuten am Ende deutlich vor Hyvin Kiyeng. Über 1.500m setzte sich die favorisierte Äthiopierin Lemlem Hailu in einer Zeit von 4:06,42 Minuten vor den Kenianerinnen Winny Chebet und Mercy Cherono, die nach langer Pause ihr Comeback gab, durch. Den 800m-Lauf gewann mit der Bahrain Nelly Jepkosgei eine gebürtige Kenianerin. Die 29-Jährige setzte sich in einer Zeit von 2:02,07 Minuten vor Eunice Sum (2:03,73) durch.
 

Cheruiyots Siegesserie hält

Wahrscheinlich war es der am wenigsten überzeugende Sieg seit langer Zeit für Weltmeister Timothy Cheruiyot, aber seine Erfolgsserie über 1.500 Meter hielt weiter an. Gehandicapt von leichten muskulären Problemen konzentrierte sich der 24-Jährige darauf, den Wettkampf zu gewinnen – und das gelang. In einer Zeit von 3:34,31 Minuten ließ er den amtierenden Junioren-Weltmeister Kumari Taki, der in 3:35,00 seine persönliche Bestleistung nicht allzu weit verpasste, und Abel Kipsang (3:35,43) hinter sich.
 

Kimeli und Rotich souverän

Im 5.000m-Rennen blieb Nicholas Kimeli die angekündigte, hochkarätige Konkurrenz aus Äthiopien rund um Weltmeister Muktar Edris und seinem Stellvertreter Selemon Barega erspart und damit war die Mission Heimsieg leichter umsetzbar. Der 22-Jährige siegte in einer Zeit von 13:08,32 Minuten vor dem Äthiopier Berihu Aregawi, erst 19, und seinem Landsmann Jacob Krop. Im 800m-Lauf setzte sich WM-Medaillengewinner Ferguson Rotich in einer Zeit von 1:44,78 Minuten vor dem Australier Joseph Deng (1:45,21) und Wycliffe Kinyamal (1:45,52) durch.
 
 
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