Vojta bei Regen zur persönlichen Bestleistung

© ÖLV / Alfred Nevsimal

Andreas Vojta (team2012.at) hat sein Ziel für die Mid Summer Track Night, Station drei der Austrian Top Meeting Serie, am Samstagabend in Wien erreicht und eine neue persönliche Bestleistung im 5.000m-Lauf erzielt. Bei Regen und gar nicht hochsommerlichen Temperaturen – für Langstreckenläufer nicht unbedingt unwillkommen – steigerte der 31-Jährige seinen „Hausrekord“ auf eine Zeit von 13:36,95 Minuten und war damit um gut eine Sekunde schneller als vor etwas mehr als drei Jahren bei einem Rennen im belgischen Oordegem. „Daheim am LAZ vor meinen Freunden und bei der ausgezeichneten Stimmung eine Bestleistung zu laufen ist natürlich etwas ganz Besonderes“, freute sich Österreichs derzeit bester Bahnläufer über den neuerlich überzeugenden Auftritt. „Ich würde mein Rennen mit einem sehr gut beurteilen. Perfekt wäre es gewesen, wenn ich unter 13:30 gelaufen wäre.“
 

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An den Fersen von Thorwirth

Die ersten drei Fünftel des Rennens, das wie das gesamte Meeting von maximal 500 Zuschauern verfolgt werden durfte, verliefen unter dem Einsatz der Tempomacher Dominik Stadlmann (KUS ÖBV Pro Team), ein Spezialist für Mittelstrecken, und Thijs Nijhuis aus Dänemark plangemäß. Nach einem zügigen Start in 2:42 Minuten für den ersten Kilometer passierte die Spitzengruppe die Zwischenzeit nach 3.000m in einer Zeit von 8:12 Minuten. Dann übernahm der Lokalmatador plangemäß die Initiative, was durch den Wind nicht einfach war. 800 Meter vor dem Ziel schob sich sein einzig verbliebener Kontrahent um den Sieg, Maximilian Thorwirth an die Spitze und zog Vojta noch etwas mit. Letztendlich siegte Thorwirth in einer Zeit von 13:34,82 Minuten, zwölf Sekunden besser als vor einem Jahr in Karlsruhe. Vojta bleibt mit seinem neuen persönlichen Bestwert Neunter der ewigen ÖLV-Bestenliste im 5.000m-Lauf. Der dritte Platz ging an seinen Landsmann Aaron Bienenfeld, der wie die Top-Sieben einen persönlichen Bestwert erzielte.
 

Starke Leistungen durch Sinn und Theuer

Nicht nur Andreas Vojta konnte aus heimischer Sicht beim 5.000m-Lauf in Wien überzeugen. Luca Sinn (Union St. Pölten), hauptberuflich im 3.000m-Lauf zuhause, markierte in einer Zeit von 13:58,62 Minuten auf Position fünf ebenso eine neue persönliche Bestleistung wie Timon Theuer (DSG Wien), zweitschnellster Halbmarathonläufer der ÖLV-Geschichte, in einer Zeit von 14:13,32 Minuten auf Position sieben.
 

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Mayer hauchdünn vor Illes

Spannend verlief auch die chronologisch erste von zwei Laufentscheidungen des Abends, der 3.000m-Lauf der Frauen. Julia Mayer (DSG Wien) setzte sich im erwarteten Duell um den Sieg hauchdünn gegen Sandrina Illes (Union St. Pölten) durch. Die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern, Illes’ Rückstand auf die Siegerzeit von 9:42,56 Minuten betrug lediglich 0,12 Sekunden. Eine starke Leistung lieferte Triathletin Julia Hauser (9:45,09) auf Rang drei ab, schnellste der vier U-20-Jährigen im Rennen war Lotte Luise Seiler (KSV alutechnik) in einer Zeit von 9:54,46 Minuten auf Rang vier. Auch Cordula Lassacher (Atus Knittelfeld) blieb unter zehn Minuten, für beide bedeutete die Leistung eine neue persönliche Bestzeit.
 
 

Ergebnisse Mid Summer Track Night 2020
5.000m-Lauf der Männer

1. Maximilian Thorwirth (GER) 13:34,82 Minuten *
2. Andreas Vojta (AUT) 13:36,95 Minuten *
3. Aaron Bienenfeld (GER) 13:42,72 Minuten *
4. Ole Hessenberg (DEN) 13:52,42 Minuten *
5. Luca Sinn (AUT) 13:58,62 Minuten *
6. Johannes Motschmann (GER) 14:03,74 Minuten
7. Timon Theuer (AUT) 14:13,32 Minuten *
8. Mario Baunerfeind (AUT) 14:38,51 Minuten

3.000m-Lauf der Frauen

1. Julia Mayer (AUT) 9:42,56 Minuten
2. Sandrina Illes (AUT) 9:42,68 Minuten
3. Julia Hauser (AUT) 9:45,09 Minuten *
4. Lotte Luise Seiler (AUT) 9:54,46 Minuten *
5. Cordula Lassacher (AUT) 9:58,16 Minuten *
 
* persönliche Bestleistung
 
 
Österreichischer Leichtathletik-Verband