Ermittler skizzieren Korruptionsvorgänge im Olympia-Bewerbungsprozess

Die britische Nachrichtenagentur REUTERS berichtet über eine Zeugenaussage eines japanischen Geschäftsmanns, die korrupte Vorgänge im Rahmen der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 nach Tokio im Jahr 2013 nachzeichnen. Haruyuki Takahashi, damals Vorstand der Werbeagentur Getsu Inc., sagte gegenüber den französischen Ermittlern, er habe Zahlungen in Höhe von 7,5 Millionen Euro vom japanischen Organisationskomitee erhalten. Die Summe sei wirtschaftliches Sponsoringgeld gewesen. Damit habe er in Lobby-Arbeit unter anderem dem ehemaligen IAAF-Präsidenten Lamine Diack, dem eine tragende Rolle in der Entscheidung zu Gunsten Tokios nachgesagt wird, Geschenke wie zum Beispiel eine Kamera oder eine wertvolle Uhr gemacht. Takahashi meinte, damals waren Geschenke ein übliches Vorgehen, um gute Kontakte zu Funktionäre aufrechtzuerhalten. Außerdem soll er angemerkt haben, dass er überrascht war, wie günstig ihm die „Überzeugungsarbeit“ gekommen ist.
Der 86-jährige Diack, gegen den seit Jahren ermittelt wird, bestreitet die Vorwürfe.

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