Doppeltes Gold für Houlihan bei US-Meisterschaften

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Shelby Houlihan hat bei den US-amerikanischen Hallen-Meisterschaften in der Höhe von Albuquerque im US-Bundesstaat Arizona ein starkes Statement gesetzt und binnen 24 Stunden zwei Goldmedaillen gewonnen. Dabei ist es allerdings nicht zum erhofften Showdown mit Elinor Purrier gekommen. Denn während Houlihan sowohl den 3.000m-Lauf am Freitagabend als auch den 1.500m-Lauf am Samstag souverän gewann, musste sich Purrier fünf Tage nach ihrer Wunderleistung bei den Millrose Games in New York über 3.000m mit Rang vier zufrieden geben und trat am Tag darauf über die halbe Distanz erst gar nicht mehr an.
 

Dominanz von vorne

Houlihan passierte im 3.000m-Lauf – und das ist eine absolute Seltenheit – jede einzelne der im 200-Meter-Rhythmus entnommenen Zwischenzeiten in der Spitzenposition. Im letzten Umlauf konnte die 27-Jährige noch zulegen und setzte sich von ihren Kontrahentinnen deutlich ab. In einer Zeit von 8:52,03 Minuten verwies sie Karissa Schweizer (8:53,70) und Hindernislauf-WM-Teilnehmerin Colleen Quigley (8:55,55) auf die weiteren Plätze. In einer stark besetzten Entscheidung verpasste Purrier um eine Sekunde das Stockerl, die ehemalige Vize-Weltmeisterin im 3.000m-Hindernislauf, Courtney Frerichs wurde Fünfte.
Schweizer und Quigley waren auch tags darauf die Hauptkontrahentinnen von Houlihan, die in der Abwesenheit von Purrier und Jennifer Simpson dieses Mal die ersten beiden Renndrittel nicht in Führung verbrachte. Die Schlussphase dominierte die WM-Vierte von Doha aber umso beeindruckender und siegte in einer Zeit von 4:06,41 Minuten vor Quigley (4:08,30) und Schweizer (4:08,32).
 

Favoritensiege über 800m

In der dritten Laufentscheidung bei den Frauen setzte sich mit Ajee Wilson im 800m-Lauf die Favoritin durch. Die WM-Bronzemedaillengewinnerin von Doha erzielte eine Zeit von 2:01,98 Minuten und verwies Kaela Edwards (2:02,41) und Allie Wilson (2:02,99) auf die weiteren Plätze. Auch bei den Männern gab es in Abwesenheit von Weltmeister Donavan Brazier einen Favoritensieg durch Bryce Hoppel, der in einer Zeit von 1:46,67 Minuten Isaiah Harris (1:47,16) und Abraham Alvarado (1:47,86) auf die weiteren Medaillenränge verwies.
 

Chelimo im 3.000m-Lauf überlegen

Auf der längsten Laufdistanz der Männer dominierte Paul Chelimo, der erstmals nach gut einem halben von drei Kilometern in Führung ging. Danach kontrollierte der Olympia-Medaillengewinner von Rio das Rennen sicher und siegte in einer Zeit von 8:00,14 Minuten vor Anthony Rotich (8:01,91) und Hillary Bor (8:01,92). Den 1.500m-Lauf gewann Josh Thompson in einer Zeit von 3:44,07 Minuten vor Nicholas Harris (3:44,57) und Craig Engels (3:44,62), Clayton Murphy fehlte an der Startlinie.