Silvesterlauf mit Top-Österreicher und 5km-Weltrekordhalter

© Silvesterlauf / Mahringer

Davis Kiplangat bei seinem Vorjahressieg. © Silvesterlauf / Mahringer
Während halb Österreich am kommenden Dienstag den Jahresabschluss auf der Partypiste verbringt, stellt der Silvesterlauf in Peuerbach für zahlreiche der besten österreichischen Läuferinnen und Läufer den sportlichen Wettkampf-Auftakt für das neue Jahr dar. Auch 2019 gelang es dem erfahrenen Veranstalter des Traditionsevents in Oberösterreich, etliche prominente heimische Läufer anzulocken. Andreas Vojta (Team2012.at), der vor drei Wochen einen guten Auftritt bei den Crosslauf-Europameisterschaften zeigte, Christian Steinhammer (ULC Riverside Mödling), Timon Theuer (DSG Wien), Luca Sinn (Union St. Pölten) und Stephan Listabarth (DSG Wien) kämpfen um die nicht unerhebliche, inoffizielle Position des besten Österreichers im Wettkampf. Die beiden für die Olympischen Spiele qualifizierten Marathonläufer Lemawork Ketema (SVS Leichtathletik) und Peter Herzog (Union Salzburg LA) sind dagegen nicht dabei.
 

Ein Weltrekordhalter in Peuerbach

So kurios dieser Zwischentitel klingt, er entspricht der Wahrheit. Robert Keter lief Anfang November in Lille eine Zeit von 13:22 Minuten über 5km. Das ist zwar bei weitem nicht der historische Bestwert über diese Distanz, aber seit Jahresbeginn. Und seit diesem Zeitpunkt verbucht der Leichtathletik-Weltverband (World Athletics) einen offiziellen Weltrekord für diese Distanz. Daher ist der Kenianer fünf Tage nach seinem 30. Geburtstag auf der 6,8 Kilometer langen Strecke in Peuerbach auch der Favorit, der seinem Landsmann und Titelverteidiger Davis Kiplangat eine harte Nuss zu knacken geben wird. Traditionell kommen auch einige international etablierte Läufer aus Deutschland gerne nach Peuerbach, in diesem Jahr der Vorjahres-Zweite Sebastian Hendel, Hindernislauf-WM-Teilnehmer Martin Grau und der EM-Siebte im 1.500m-Lauf, Timo Benitz. Für weitere internationale Spannung sorgen der hoch veranlagte Serbe Elzan Bibic, zuletzt EM-Silbermedaillengewinner im Crosslauf in der Altersklasse U23, der frisch gebackene schwedische Marathon-Rekordhalter David Nilsson (Valencia, 2:10:09 Stunden) und der in Deutschland lebende Eritreer Filimon Abraham, ein starker Bergläufer und Sieger des Halbmarathons beim Salzburg Marathon 2017.
 

Kenianisches Duell in internationalem Feld

Auch bei den Frauen, die eine 5,1 Kilometer lange Distanz zurücklegen, kommen die Favoritinnen auf den Sieg aus Kenia. Titelverteidigerin Eva Cherono und die Berglauf-Mannschaftsweltmeisterin Purity Gitonga sind die ersten Anwärterinnen auf den Sieg. Auch bei den Frauen ist das Starterfeld illuster: die Deutsche Caterina Granz, Studentenweltmeisterin im 1.500m-Lauf, die belgische Marathonläuferin Nina Lauwaert und die kroatische Marathonläuferin Bojana Bjeljac, die sich beim Valencia Marathon in einer Zeit von 2:27:42 Stunden für die Olympischen Spiele qualifiziert hat. Etwas mau ist unglücklicherweise der rot-weiß-rote Beitrag am Eliterennen der Frauen. Einzige Teilnehmerin ist die U23-EM-Teilnehmerin Katharina Pesendorfer (SVS Leichtathletik), die in den USA studiert und zum Jahreswechsel in Österreich verweilt. Zahlreiche ihrer Landsfrauen wie Julia Mayer (DSG Wien) sind aktuell in Portugal auf Trainingslager und haben daher abgesagt.
Die beiden Eliteläufe sind der Höhepunkt eines Lauftags in Peuerbach mit zahlreichen unterschiedlichen Bewerben. Der Silvesterlauf geht bereits zum 39. Mal über die Bühne.
 
 
Silvesterlauf in Peuerbach