World Athletics Continental Tour nimmt konkrete Formen an

Die neue zweithöchste Wettkampfserie der internationalen Leichtathletik, die World Athletics Continental Tour, die auch die Reduktion der Diamond League abfedern soll, bekommt ein Gesicht. Die zehnteilige Serie von Ein-Tages-Meetings zieht sich über den gesamten Erdball. World Athletics wird zukünftig die Meetings ähnlich wie die Straßenläufe in ein goldenes, silbernes und bronzenes Level einteilen, um bei den Preisgeldern Einheitlichkeit zu schaffen. Alle Meetings der Continental Tour werden dem goldenen Niveau zugeschrieben, womit insgesamt ein Preisgeld von rund zwei Millionen US-Dollar (das entspricht ca. 1,8 Millionen Euro) ausgeschüttet wird. Für die Weltrangliste gibt es dieselben Punkte wie in der Diamond League, im Zentrum stehen die Disziplinen 200m-Lauf, 3.000m-Hindernislauf, Dreisprung, Diskuswurf und Hammerwurf – also jene, die in der Diamond League keinen Platz haben. Für alle anderen Disziplinen wird es die Hälfte des Preisgeldes und reduzierte Weltranglisten-Punkte geben (z.B. 3.000 statt 6.000 US-Dollar für den Sieger).
Die Meetings im Überblick:
10. Mai – Tokio
13. Mai – Nanjing
22. Mai – Ostrava
1. Juni – Hengelo
9. Juni – Turku
13. Juni – Kingston
7. Juli – Szekesfehervar
6. September – Schlesien
13. September – Zagreb
Der zehnte Termin und der entsprechende Ausrichtungsort stehen noch nicht fest. Das Meeting soll wenn möglich auf afrikanischem Boden über die Bühne gehen. Nairobi, das sich für die WM 2025 bewerben will, hat sein Interesse bereits signalisiert. Die World Athletics Continental Tour ist damit Nachfolger der wenig erfolgreich funktionierenden IAAF World Challenge Meetingserie. Auffallend ist, dass das ISTAF in Berlin nicht Teil der World Athletics Continental Tour ist.
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