Nike-Geschäftsführer beendet Nike Oregon Project

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Die Schweinwerferlichter gehen aus, das Nike Oregon Project ist Geschichte. Nur eine Woche nach der vierjährigen Suspendierung von Chefcoach Alberto Salazar wegen Übertretungen der vom WADA Anti-Doping-Code vorgesehenen Regeln durch die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur (USADA) hat Mark Parker, Geschäftsführer von Nike, das sofortige Ende seines ehemaligen sportlichen Vorzeigeprojekts, über dem seit Jahren der Schatten der Dopingvorwürfe hängt, beendet. „Auch wenn kein Dopingmissbrauch in Verbindung mit einen NOP-Athleten nachgewiesen ist, habe ich diesen Entschluss gefasst. Die Athleten brauchen jetzt eine freie Konzentration auf ihre sportliche Aufgaben und wir werden sie bei den nächsten Schritten unterstützen. Aber unter diesen Umständen ist das Nike Oregon Project für die Athleten eine Belastung“, erklärte er in einem Statement. Zuletzt hatte Nike unter dem schlechten Image, das von Nike Oregon Project aufgrund der langjährigen Dopingermittlungen ausstrahlte, gelitten. Dennoch stellte sich Nike stets solidarisch hinter Athleten und Coaches.
 

Ende oder Scheinende?

Zahlreiche Weltklasseathleten suchen nun nach neuen Trainern und nach einer neuen sportlichen Heimat, darunter Doppel-Weltmeisterin Sifan Hassan oder Konstanze Klosterhalfen. Vor allem die Betonung, dass kein Athlet die Regeln gebrochen hat, und dass Nike beim Übergang in die Zukunft unterstützend wirken will, nährt den Eindruck, dass Spekulationen von einem Neuaufbau der Trainingsgruppe unter einem neuen Namen oder die Integration der ehemaligen Athleten des NOP in eine andere von Nike gesponserte Trainingsgruppe möglicherweise nicht aus der Luft gegriffen sind.
Nike und Salazar haben das NOP im Jahr 2001 gegründet und es zur erfolgreichsten Trainingsgruppe der außerhalb Afrikas gemacht. Die größten Erfolge feierte der aus Kuba stammende Coach mit Mo Farah, der vier Olympische Goldmedaillen und sechs WM-Titel auf den Langstrecken gewann. 2017 beendete er die Zusammenarbeit mit den NOP.