Optimale Vorbereitung auf den Wettkampf

© SIP / Johannes Langer

Wer im Vorfeld eines Wettkampfs zu intensiv trainiert, gefährdet den Erfolg im Rennen selbst. Daher gilt es, in der finalen Vorbereitungsphase kürzer zu treten. Die Reduktion des Trainingsumfangs wird als Tapering bezeichnet. Das heißt nichts anderes, als den Körper in der Vorbereitung auf den Wettkampf zur Hochform zu bringen. Es geht darum, sukzessive das Training zurückzuschrauben, dem Körper eine Erholungsphase vor der großen Belastung zu bieten und kleine, oft unscheinbare Mikroverletzungen auszukurieren. Denn nur ein gut erholter, muskulär regenerierter, im Sinne von aktiver Regeneration „frischer“ Körper ist in der Lage, die bestmögliche Leistung abzurufen. Und: Je frischer der Körper, desto besser vorbereitet ist auch der Geist.
 

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Viele Kohlenhydrate und viel schlafen

In dieser Phase werden die Kohlenhydratspeicher im Körper aufgefüllt und die Energie für die Phase der Höchstleistung bereitgestellt. Das Carboloading ist ein wesentlicher Teil des Taperings. Zusätzlich sollte in der Vorbereitungsphase eines wichtigen Wettkampfs auch die Flüssigkeitszufuhr erhöht werden und ein spezieller Fokus auf guten und langen Schlaf gelegt werden. Insgesamt sollte sich der Körper von Tag zu Tag frischer anfühlen, je näher der Wettkampf rückt. Schwere Beine gehören der Vergangenheit an.
 

Verbesserte Laufökonomie

Bei einem Marathon beginnt die Taperingphase bereits vier Wochen vor dem Marathon. Der Höhepunkt des Trainings, was Intensität und Umfang betrifft, gehört bereits der Vergangenheit an. Durch die Reduktion des Trainings können die Trainingsreize jetzt wie gewünscht auf den Körper wirken. Insbesondere in der Marathon-Woche stehen dann nur noch lockere Einheiten auf dem Programm. Von Tag zu Tag verbessert sich die Laufökonomie. Man ist bereit für den Startschuss.