Favoriten ohne Blöße in Hindernislauf-Vorläufe

Otmane Nait Hammou aus dem Athletes Refugee Team. © Getty Images for IAAF / Andy Lyons

Alle Läufer, die mit Ambitionen auf einen Medaillengewinn ins Rennen gegangen sind, haben souverän das Finale im 3.000m-Hindernislauf der Männer erreicht. Besonders schnell wurde im Khalifa Stadion von Doha im ersten der drei Vorläufe gelaufen, da der Äthiopier Getnet Wale die schnelle Lokomotive spielte und das Feld in einer Zeit von 8:12,96 Minuten über die Ziellinie führte. Der junge Äthiopier, seit dieser Saison Landesrekordhalter, gehört zum engsten Kreis der Favoriten auf WM-Gold. Die größte Überraschung war der Franzose Djilali Bedrani, der vor dem Kenianer Leonard Bett Zweiter wurde. Beide erreichten das Finale über die Platzierung, dank des hohen Tempos folgten der Kanadier Matthew Hughes, der Spanier Fernando Carro, der US-Amerikaner Stanley Kebenei und der Brite Zak Seddon über die Zeitregel.
 
Redaktionelle Mitarbeit aus Doha : René van Zee
 
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Otmane Nait Hammou aus dem Athletes Refugee Team. © Getty Images for IAAF / Andy Lyons
Schwere Hürde für die Europäer

Bedrani, Carro und Überraschungsfinalist Seddon sind die einzigen drei Europäer im 15-köpfigen Finalfeld, das am Freitagabend auf Medaillenjagd gehen wird. In den langsameren Vorläufen mit schwungvollem Ende hatten die Europäer einen schweren Stand. Der Italiener Osama Zoghlami, der Spanier Daniel Arce und der Deutsche Karl Bebendorf, der in 8:32,58 Minuten eine gute Leistung als Zehnter der zweiten Vorlaufs zeigte, hatten keine Chance gegen Lamecha Girma aus Äthiopien, Soufiane El Bakkali aus Marokko und Abraham Kibiwott aus Kenia. „Ich hatte ein super Jahr. Die WM-Teilnahme war der Höhepunkt“, verließ der 23-Jährige Doha zufrieden. Der US-Amerikaner Andy Bayer rettete sich über die Zeitregel ins Finale.
 

Kipruto gewinnt dritten Vorlauf

Der dritte Vorlauf wurde angeführt von Titelverteidiger Conseslus Kipruto, seinem kenianischen Landsmann Benjamin Kigen und dem stärksten Amerikaner, Hillary Bor. Nur über die Zeitregel schaffte es der dritte Äthiopier, Chala Beyo ins Finale. Der Spanier Ibrahim Ezzaydouni (später disqualifiziert) scheiterte knapp, dem Inder Avinash Sable reichte nicht einmal ein Landesrekord von 8:25,23 Minuten. Ex-Europameister Yohan Kowal spielte überhaupt keine Rolle. Bereits im ersten Vorlauf waren aus europäischer Sicht der EM-Dritte Yohanes Chiappinelli aus Italien, der Deutsche Martin Grau, der in 8:26,79 Minuten als Zehnter einen ordentlichen Auftritt zeigte, und der Norweger Tom Erling Karbö trotz einer persönlichen Bestleistung von 8:27,01 Minuten ausgeschieden.
Der prominenteste unter den im Vorlauf ausgeschiedenen ist der Äthiopier Takele Nidate, der gleich zweimal stürzte und überdies disqualifiziert wurde.
 
 
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Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2019 in Doha