Alle Favoritinnen im Hindernislauf-Finale

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15 Startplätze im Finallauf am Montagabend warteten als Belohnung auf die 42 Teilnehmerinnen an den drei Vorläufen im 3.000m-Hindernislauf der Frauen und alle Kandidatinnen auf Medaillen und Spitzenplätze haben die Aufgaben recht souverän gelöst. Im gut klimatisierten, weil künstlich herunter gekühlten Khalifa Stadion von Doha war Titelverteidigerin Emma Coburn gleich im ersten der drei Läufe an der Reihe und nistete sich hinter Peruth Chemutai auf der zweiten Position ein. Die Junioren-WM-Zweite und nationale Rekordhalterin Ugandas bestimmte die ausgeglichene Pace zwei Kilometer lang, ehe die Weltmeisterin in Führung ging und im Feld mit einer Tempoverschärfung ausselektierte. Gemeinsam mit Chemutai und der Kenianerin Celliphine Chespol setzte sie sich ab. Auf der Zielgerade hatte dann keine etwas gegen den Sieg der Uganderin, die sich diesen aufgrund ihrer Tempoarbeit in einer Zeit von 9:21,68 Minuten auch verdient hatte. Hinter Coburn und Chespol lief die erst 18 Jahre alte Gewinnerin der African Games, Mekides Abere aus Äthiopien zu einer persönlichen Bestleistung von 9:27,61 Minuten und schaffte ebenfalls den Sprung ins Finale über die Zeitregel wie die Australierin Genevieve Gregson (ehemals Lacaze), die Norwegerin Karoline Bjerkeli Grövdal und die Kanadierin Genevieve Lalonde. Der erste der drei Läufe brachte zwar nicht die schnellste Siegerzeit, aber die durchgehend höchste Qualität der gelaufenen Leistungen.
 
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Dänischer Rekord durch Möller

Im zweiten Vorlauf ließen sich Vize-Weltmeisterin Courtney Frerichs und die zweifache Europameisterin Gesa Krause von Weltrekordhalterin Beatrice Chepkoech 3.000m lang ins Ziel ziehen. Die haushohe Favoritin auf den WM-Titel lief dieses Mal kein halsbrecherisches Tempo, sorgte aber für Schwung. In einer Zeit von 9:18,01 Minuten qualifizierte sie sich als Vorlaufschnellste für das Finale, Frerichs und Krause, die ihre unmittelbare WM-Vorbereitung wetterbedingt nicht im schweizerischen Davos, sondern in Südafrika absolvierte, folgten erwartungsgemäß. Für die Leistung des Abends über die Hindernisse sorgte U23-Europameisterin Anna Emilia Möller, die eine starke Leistung mit einem neuen dänischen Landesrekord von 9:18,92 Minuten auf Rang vier vollendete und wie die Albanerin Luisa Gega über die Zeitregel das Finale erreichte. Möller verbesserte ihren eigenen nationalen Bestwert, den sie beim Diamond-League-Meeting in Oslo erzielt hatte, um über fünf Sekunden.
Das gemächlichste Tempo brachte der dritte Lauf, in dem Colleen Quigley, vor zwei Jahren unter umstrittenen Umständen im Vorlauf disqualifiziert, an der Startlinie fehlte. Ex-Weltmeisterin Hyvin Kiyeng kontrollierte das Rennen und gewann es in einer Zeit von 9:29,15 Minuten vor Winfred Yavi und der starken Slowenin Marusa Mismas. Damit müssen die vierte Kenianerin Fancy Cherono, die aufgrund des Diamond-League-Gesamtsiegs Chepkoechs einen Startplatz erhielt, und die spanische Meisterin Irene Sanchez im Finale zuschauen.
Die zweitbeste deutsche Hindernisläuferin, Elena Burkard war in Doha aufgrund einer Fußverletzung nicht am Start.
 
 
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Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2019 in Doha