Starke Europäerinnen beim Frankfurt Marathon

© Mainova Frankfurt Marathon

Die Kenianerin Valary Jemeli und die Äthiopierin Alemu Kebede sind die Favoritinnen beim diesjährigen Mainova Frankfurt Marathon der Frauen, der am 27. Oktober über die Bühne gehen wird. Die 28-Jährige Jemeli belegte im Frühling beim Nagoya Women’s Marathon den dritten Platz, gewann 2017 den Prag Marathon und 2018 den Peking Marathon und hält bei einer persönlichen Bestleistung von 2:20:53 Stunden, die sie vor zwei Jahren beim Berlin Marathon aufgestellt hat. Während die Kenianerin eine erfahrene Marathonläuferin ist, war die 22-jährige Äthiopierin bis vor kurzem ein relativ unbeschriebenes Blatt. Doch in dieser Saison brachte sie erste Top-Resultate: Im Frühjahr gewann sie in einer persönlichen Bestleistung von 2:22:52 Stunden den Rom Marathon in einer Streckenrekordzeit und belegte vergangenen Sonntag beim Kopenhagen Halbmarathon den vierten Platz in einer starken Zeit von 1:06:43 Stunden. Die Rahmenbedingungen für ein spannendes Duell in „Mainhatten“ sind gegeben. „Unser Ziel ist es, eines Tages einen Streckenrekord von unter 2:20 Stunden aufzubieten. Wenn es in diesem Jahr klappt, umso besser“, hängt Renndirektor Jo Schindler die Trauben hoch.
 

Katharina Steinruck greift in Frankfurt das Olympia-Limit an. © Mainova Frankfurt Marathon
Europäisches Trio um Spitzenplätze

Außerdem besticht das Feld durch die Teilnahme einiger interessanter Teilnehmerinnen aus Europa. Die Britin Stephanie Twell, einst das Wunderkind des britischen Laufsports, feierte ihr Marathon-Debüt 2018 in Valencia und erzielte eine Zeit von 2:30:14 Stunden. Heuer bestach sie beim 10.000m-Europacup, als sie sensationell Europameisterin Lonah Chemtai-Salpeter, die als Medaillenkandidatin im WM-Marathon gilt, schlug. Die Portugiesin Anna Dulce Felix war Olympia-16. in Rio und beim Valencia Marathon 2018, ihrem Comebackrennen nach Babypause, rund fünf Minuten schneller als Twell. Die dritte schnelle Europäerin ist Lokalmatadorin Katharina Steinruck (ehemals Heinig), deren Start bereits früher angekündigt wurde (siehe RunAustria-Bericht). Twell und Steinruck nehmen das Olympia-Limit von 2:29:30 Stunden ins Visier, auch ein Top-Fünf-Platz würde für einen Olympia-Startplatz reichen.
 
 
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