DLV nominiert 71 Leichtathleten für die WM

Bei den Weltmeisterschaften in Peking schaffte Gesa Felicitas Krause mit ihrer Bronzemedaille für das herausragende Ergebnis der deutschen Läufer. © Getty Images for IAAF / Alexander Hassenstein

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat in seiner finalen Nominierungsliste 71 Leichtathletinnen und Leichtathleten, darunter 13 Läuferinnen und Läufer, für einen Start bei den Weltmeisterschaften in Doha vom 27. September bis 6. Oktober ausgewählt. Angeführt wird das Aufgebot vom einzigen Titelverteidiger, Speerwerfer Johannes Vetter und Weitspringerin Malaika Mihambo, die die Weltrangliste in ihrer Disziplin anführt. Nach starken Leistungen im laufenden Wettkampfjahr sind auch Medaillengewinne im Laufbereich durch Konstanze Klosterhalfen und Gesa Felicitas Krause nicht ausgeschlossen.
 

Bei den Weltmeisterschaften in Peking schaffte Gesa Felicitas Krause mit ihrer Bronzemedaille für das herausragende Ergebnis der deutschen Läufer. © Getty Images for IAAF / Alexander Hassenstein
Herausforderung der richtigen Entscheidung

Klosterhalfen ist sowohl für den 1.500m-Lauf als auch für den 5.000m-Lauf nominiert. In beiden Disziplinen zählt sie nicht erst seit ihrem Wechsel zum Nike Oregon Project unter Coach Pete Julien zur Weltklasse, dank der dort erzielten Leistungssteigerungen aber zur Elite, die um Gold, Silber und Bronze kämpfen kann. Da allerdings beide Finals binnen am 5. Oktober binnen einer halben Stunde über die Bühne gehen, ist ein Doppelstart nicht möglich und es gilt aus Sicht der 22-Jährigen nun die richtige Entscheidung zu treffen, in welcher der beiden Disziplinen ein Medaillengewinn wahrscheinlicher ist. Da allerdings viele der Top-Läuferinnen vor diesem Dilemma stehen, ist eine Einschätzung schwierig. Genzebe Dibaba und Laura Muir haben sich bereits festgelegt – sie starten im 1.500m-Lauf genauso wie die amtierende Weltmeisterin Faith Kipyegon.
 

Krause bereitet sich in Südafrika vor

Seit ihrem Traumlauf beim Diamond-League-Meeting in Zürich, als sie ihren deutschen Rekord auf eine Zeit von 9:07,51 Minuten senkte, gehört auch Gesa Krause im 3.000m-Hindernislauf zumindest zum erweiterten Kreis der Anwärterinnen auf Edelmetall. Gemeinsam mit den US-Amerikanerinnen Emma Coburn und Courtney Frerichs, die als Welt- und Vize-Weltmeisterin höher einzuschätzen sind, bildet Krause das nicht-afrikanische Trio der Herausforderinnen der kenianischen Favoritinnen. Da in den Schweizer Alpen bereits Schnee gefallen ist, hat die 27-Jährige kurzfristig entschieden, sich nicht an ihrem vertrauten Trainingsstützpunkt in Davos, sondern in Südafrika auf die WM vorzubereiten.
 

Zwei Starts für Alina Reh

Neben Klosterhalfen sind Caterina Granz und Hanna Klein, die vor zwei Jahren im WM-Finale stand und in den letzten Wochen deutliche Fortschritte machte, für den 1.500m-Lauf nominiert. Alina Reh, Vize-Europameisterin der Altersklasse U23, und Klein ergänzen das Aufgebot im 5.000m-Lauf. Daher ist es auch noch offen, in welcher Disziplin Klein an den Start geht. Keinen Terminstress hat Alina Reh – die beiden Langdistanzen 5.000m und 10.000m sind machbar. Im 800m-Lauf starten die sehr konstante Christina Hering und Katharina Trost, die ihre bisher beste Saison absolviert. Im Laufbereich der Männer gibt es keine Medaillenchancen. Am Start steht ein Sextett: Marc Reuther (800m), Amos Bartelsmeyer (1.500m), Karl Bebendorf und Martin Grau (3.000m-Hindernislauf) sowie Sam Parsons und Richard Ringer (5.000m).
Absolut nennenswert: Beide Marathonläufe werden gänzlich ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen!
 
 
Deutscher Leichtathletik-Verband

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