Besonderes Jubiläum für den Laufklassiker am 4. Juli

© RunAustria

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Am morgigen, vielleicht bekanntesten Nationalfeiertag der Welt, dem Independence Day in den USA, feiert ein Laufklassiker einen besonderen Geburtstag. Das jährlich an diesem Tag stattfindende Peachtree Road Race in Atlanta hat sich zum größten 10km-Straßenlauf der Welt entwickelt und findet heuer zum 50. Mal statt. Rund 60.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen diese Veranstaltung zu einer ganz besonderen.
 

Prominente Elite zum Jubiläum

Zur Feier der 50. Austragung lud der Veranstalter ein außergewöhnlich starkes Elitefeld ein. Die Kenianer Rhonex Kipruto und Brigid Kosgei, zwei der herausragendsten jungen Laufexporte der ostafrikanischen Läuferhochburg, sollen dafür sorgen, dass die Jubiläumsausgabe nicht nur breitensportlich, sondern auch spitzensportlich ein voller Erfolg wird. Der 19-Jährige, mit einer in Prag 2018 aufgestellten persönlichen Bestleistung von 26:46 Minuten als vorläufiger Höhepunkt mehrerer beeindruckender Darbietungen auf dieser Distanz zweitschnellster 10km-Läufer der Geschichte, hat laut eines Berichts des veranstaltenden Laufvereins Atlanta Track Club nur eine Zahl im Kopf: 50.000. Passend zum Geburtstag des Events schüttet der Veranstalter diese Premiere in US-Dollar (entspricht rund 44.000 Euro) für einen neuen Streckenrekord aus, zusätzlich zu den 8.000 US-Dollar für den Sieg (entspricht rund 7.000 Euro). Dieselben Prämien gibt es übrigens auch für die Rollstuhlfahrer. Für Kipruto wird die Unternehmung allerdings ein hartes Stück Arbeit, denn der Streckenrekord liegt seit 23 Jahren bei einer Zeit von 27:04 Minuten, gehalten vom bereits verstorbenen Joseph Kimani, nach wie vor die schnellste 10km-Zeit auf US-amerikanischem Boden (aufgrund der Punkt-zu-Punkt-Strecke des Peachtree Road Races sind die hier erzielten Leistungen nicht tauglich für offizielle Statistiken, Anm.). Im Kampf um den Sieg ist der Schützling des berühmten irischen Trainers und Missionars Brother Colm O’Connell, amtierender Junioren-Weltmeister im 10.000m-Lauf, der haushohe Favorit.
 

Bärenstarkes Frauen-Feld

Auch der Streckenrekord bei den Frauen ist eine große Nummer: Lornah Kiplagat lief 2008 eine Zeit von 30:32 Minuten. Auf dem nicht regelkonformen, weil bergabführenden Kurs des Silvesterlaufs in Madrid ist Brigid Kosgei, zukünftiger Marathon-Star und amtierende Siegerin des London Marathon, in 29:54 Minuten bereits einmal deutlich unter dieser Marke geblieben. Genauso wie Fancy Chemutai, die in Prag 2017 eine persönliche Bestleistung von 30:06 Minuten (Rang zwei der ewigen IAAF-Bestenliste) gelaufen ist und zuletzt in Boston einen 10km-Lauf in einer Streckenrekordzeit von 30:36 Minuten gewonnen hat. Auch Caroline Kipkiruis Bestleistung liegt unter dem Streckenrekord, die zweifache Marathon-Weltmeisterin Edna Kiplagat, die 2016 dieses Rennen gewann, Tokio-Marathon-Siegerin Ruti Aga, die Kenianerin Agnes Tirop und die amerikanische Marathon-Hoffnung Emily Sisson komplettieren dieses beeindruckende Starterfeld bei den Frauen. Die junge schwedische Mittelstreckenläuferin Yolanda Ngarame und die aktuell in guter Form befindliche kenianische Hindernisläuferin Daisy Jepkemei sollen in ihren Aufgaben als Pacemakerinnen eine ordentliche Basis für Spitzenleistungen kreieren.
 
 
AJC Peachtree Road Race