Bekele gewinnt auch in Hengelo – Hassan geschlagen

© FBK Games / facebook

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Drei Tage nach seinem phänomenalen Triumph beim Diamond League Meeting von Rom hat Telahun Bekele, Äthiopiens neues Mitglied in der Weltklasse über 5.000m, auch beim traditionsreichen Leichtathletik-Meeting in Hengelo geglänzt. Der 20-Jährige wurde in ein spannendes Duell mit dem Kenianer Nicholas Kimeli involviert, das er im Finale knapp für sich entscheiden konnte. Nach der Gala von Rom, die er nach 12:52,98 Minuten beendet hatte, fabrizierte der junge Äthiopier bei einem der Höhepunkte der IAAF World Challenge Meetingserie 2019 eine weitere Topzeit: 12:57,56 Minuten. Noch beeindruckender war, dass für Kimeli die Zeitmessung bei einer Zeit von 12:57,90 Minuten stehen blieb. Der 20-Jährige hatte damit seinen Durchbruch geschafft, der sich mit Rang sechs beim Diamond-League-Meeting in Shanghai leise angekündigt hatte. Zuletzt war beim Diamond-League-Meeting in Stockholm 2014 mit Thomas Longosiwa ein Kenianer schneller über die 5.000m. Möglicherweise kündigt sich Kimeli an, die kenianische Misere in dieser „Problem“-Disziplin der stolzen Kenianer zu beenden.
 

WM-Limit für Wanders

Den FBK Games in Hengelo gelang es ein weiteres Mal hervorragend, eine optimale Bühne für junge und erfolgshungrige Läufer aus Afrika zu bieten. Solomon Berihu, 19 Jahre alt, bisher nur Insidern bekannt, pulvierisierte seine persönliche Bestleistung und komplettierte in einer Zeit von 13:02,08 Minuten das Stockerl. Auch der viertplatzierte Kenianer Davis Kiplangat, ebenfalls erst 20 Jahre alt, freute sich über eine persönliche Bestleistung von 13:07,55 Minuten. Positiv fühlte sich auch der Schweizer Julien Wanders dank eines gelungenen Auftritts. In einer Zeit von 13:19,79 Minuten errang der 23-Jährige den achten Platz und unterbot das Limit für die Weltmeisterschaften von Doha um knapp drei Sekunden. In der ewigen Schweizer Bestenliste nimmt der Europarekordhalter im 10km-Straßenlauf und Halbmarathon mit dieser neuen persönlichen Bestleistung nun Rang vier ein.
 

Kein Europarekord für Sifan Hassan

Für ihr erstes Rennen über 5.000m in dieser Saison hatte sich Sifan Hassan viel vorgenommen. Vor eigenem Publikum wollte sie ihren Europarekord von 14:22,34 Minuten attackieren. Die Ambitionen versandeten spätestens, als das Tempo in der Spitzengruppe anfangs der zweiten Rennhälfte langsamer wurde. Die 26-Jährige bemühte sich immerhin noch um den Sieg, doch auch dieses Ziel verpasste sie. Die Kenianerin Margaret Kipkemboi übertrumpfte die führende Lokalmatadorin auf der Zielgerade und siegte in einer Zeit von 14:37,22 Minuten vor Hassan (14:38,54) und der Äthiopierin Hawi Feysa (14:38,76). Kipkemboi, Fünfte bei den Weltmeisterschaften von London, lief die zweitschnellste Zeit ihrer Karriere und setzte sich an die Spitze der Weltjahresbestenliste. Als zweitbeste Europäerin überquerte Eilish McColgan aus Großbritannien die Ziellinie auf Rang fünf und freute sich über eine leichte Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit und des schottischen Rekords auf 14:47,94 Minuten. Damit ließ die 28-Jährige immerhin die klanghaften kenianischen Namen Janet Kisa und Gloriah Kite sowie 10.000m-Commonweath-Champion Stella Chesang aus Uganda hinter sich.
In der dritten Laufentscheidung des Abends feierte der Kenianer Cornelius Tuwei in einer Zeit von 1:45,67 Minuten seinen ersten wichtigen Sieg im laufenden Kalenderjahr über 800m. Ihm folgten der britische WM-Vierte Kyle Langford (1:45,87) und der spanische Hallen-Europameister Alvaro de Arribe (1:46,13) über die Ziellinie.
 
 
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