Starker Benefit durch regelmäßige Bewegung

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Heute ist Global Running Day. Jener erste Mittwoch im Juni, an dem seit 2016 ausgehend von intensiver Vorarbeit der New York Road Runners ein starkes, weltweites Signal ausgesandt wird, wie bedeutend das Laufen für einen aktiven, gesunden und modernen Lebensstil ist. Angesichts zahlreicher und deutlicher wissenschaftlicher Erkenntnisse über die positiven Auswirkungen regelmäßiger Bewegung auf die gesellschaftliche Gesundheit gehört eine aktive Freizeitgestaltung für einen Großteil der heutigen Gesellschaft längst zur Lebensgestaltung dazu. Diejenigen, die sich der Bewegung verweigern, müssen fürchten, diese Entscheidung gesundheitlich teuer zu bezahlen. Ein Tag wie der Global Running Day eignet sich hervorragend, an den Benefit eines bewegungsreichen Lebens zu erinnern.
 

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Starkes Herz-Kreislauf-System

Wer regelmäßig und in Maßen Ausdauersport wie Laufen betreibt, stärkt sukzessive die Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems und senkt damit auch das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden. Das ist ein besonderes Zuckerl. Denn laut dem österreichischen Sozialministerium (2015) sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Österreicherinnen über 65 Jahren und Österreichern über 45 Jahren die häufigste Todesursache. In der westlichen Welt sterben fast die Hälfte aller Menschen an Versagen des Herz-Kreislauf-Systems, weltweit sind dies in quantitativen Zahlen ausgedrückt 17,3 Millionen Menschen – Tendenz klar steigend.
 

Bewegung gegen Krebs

Ein zweites großes gesundheitliches Thema, bei dem der Laufsport positiv einwirkt, sind Krebserkrankungen – und zwar nicht nur in der Prävention, sondern auch als therapeutische Maßnahme beim Bekämpfung der Krebserkrankung. Auch bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen ist Bewegung mittlerweile ganz oben auf der Liste der therapeutischen Empfehlungen von Ärzten, da körperliche Bewegung hormonelle Prozesse in Gang setzt, die generell glücklicher machen. Dieses bessere Befinden ist auch in dunklen Zeiten bemerkbar.
 

Zwei Wochen ohne Bewegung führt zu höherem Diabetes-Risiko

Eine immer weiter verbreitende Volkskrankheit ist Übergewicht – ein Phänomen, das in der Läuferszene naturgemäß selten auftritt. Laufen ist auch hier eine gute und wirksame Lösung. Häufig direkt korreliert mit Übergewicht und Bewegungsmangel ist die Erkrankung Diabetes Typ-2, die bei Menschen, die ein bewegungsreiches Leben führen, deutlich seltener auftritt. Diabetes Typ-2 ist gesellschaftlich auf dem Vormarsch und nimmt auf der Liste der häufigsten Todesursachen bereits Rang sechs ein. Eine Studie der McMaster University im kanadischen Hamilton setzte bei Senioren eine plötzliche Bewegungsreduktion in einer kurzen Zeitspanne von nur zwei Wochen in direkten Zusammenhang mit einer deutlich erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Diabetes-Erkrankung.
 

Läufer leben im Schnitt besser

Wer fit ist und sich ausreichend bewegt, verfügt über einen gestärkten Bewegungsapparat lebt im Schnitt länger – oder anders ausgedrückt: ist im Alter jünger. Regelmäßiges Laufen wirkt nicht nur auf der großen gesundheitlichen Ebene der Gesundheit, sondern auch auf der niedrigeren. Sportlich Aktive verfügen über ein stärkeres Immunsystem und sind dementsprechend deutlich weniger anfällig für grippale Infekte, Erkältungen und weitere Alltagserkrankungen, die mehrmals jährlich in gesellschaftlichen Epidemien wiederkehren. Neben einer besseren Gesundheit verspricht regelmäßiges Laufen positive Auswirkungen im sozialen Leben, auf das Selbstbewusstsein und auf die Energiereserven für alltägliche Aufgaben. Ebenso ist wissenschaftlich bewiesen, dass regelmäßige körperliche Ausdauerbelastung sich positiv auf die Gehirnleistung und damit auf die Intelligenz auswirkt.
 

Gravierender Bewegungsmangel

Wie wundervoll die Theorie klingt – in der Praxis ist noch viel Luft für Optimierung. Denn trotz dieser überzeugenden Argumente leidet insbesondere die westliche Gesellschaft unter einem gravierenden Bewegungsmangel. Besonders schlimm: Zahlreiche Studien und Statistiken kommen unisono zum Ergebnis, dass sich Kinder und junge Menschen viel zu wenig bewegen. Besonders an diesem Hebel versucht der Global Running Day mit seiner Initiative in die richtige Richtung zu zerren.