Das weiße Gold in aller Munde

© Adobe Stock / Angelus Liam

Salz, aus 40% Natrium und 60% Chlorid bestehend, ist ein wichtiger Bestandteil eines funktionstüchtigen Körpers. Neben der Muskelkontraktion wird auch der Flüssigkeitshaushalt reguliert. Das Nervensystem profitiert zusätzlich von einem ausgewogenen Salzhaushalt.
 

Variierende Empfehlungen

Durch die tägliche Lebensmittelzufuhr wird das Natriumdepot natürlich aufgefüllt. Dennoch spielen Fertigprodukte oder allein das Mittagessen im Lieblingsrestaurant eine entscheidende Rolle. Convenience Food enthält meistens mehr Salz als selbst zubereitetes Essen, was den Natriumgehalt im Körper stark anhebt. Über die angemessene Menge die an Natrium zugeführt wird ist sich die Forschung noch uneins. Als empfohlenes Minimum gelten 500 mg für einen Erwachsenen pro Tag. Experten der American Heart Association raten die Menge von 2.300 mg nicht zu überschreiten, ideal sind nach ihren Angaben 1,500 mg Natrium pro Tag.
 

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Flüssigkeits- und Natriumhaushalt

Als Läufer spült man durch die andauernde körperliche Belastung viel Salz aus dem Körper. Durch starkes Schwitzen, intensiver Trainingsbelastung und das Laufen bei hohen Temperaturen kann der Verlust an Natrium von Sportler zu Sportler variieren. Fällt das Natriumlevel, kann das eine Verlangsamung im Lauftempo, Benommenheit, generellen Koordinationsverlust oder ansteigende Müdigkeit zur Folge haben. Um diese negativen Erscheinungen zu verhindern, ist die Aufnahme von natriumhaltigen Getränken während längerer sportlicher Einheiten sehr wichtig.
Vor allem intensive Sportarten profitieren von einem gut regulierten Flüssigkeitshaushalt. So müssen laut Lauren Antonucci, eine zertifizierte Sportdiätetiker in New York, Läufer, die während eines Laufs Sportdrinks mit höherem Salzgehalt konsumieren, seltener eine Pinkelpause einlegen, da die Speicherung von Flüssigkeit effektiver geschieht.
 

Weitere Mineralstoffe übernehmen wichtige Aufgaben

Auch andere Mineralstoffe als Natrium sind besonders für Sportler unabdingbar. So hilft Magnesium bei der Regeneration und beugt Muskelkrämpfen während der Belastung vor. Auch hier gilt: Wer viel schwitzt, braucht auch mehr zugeführtes Magnesium.
Kalium unterstützt das Wachstum der Zellen. Mit Natrium zusammen sorgt es für einen geordneten Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt. Es steigert zudem die Erregbarkeit der Muskel- und Nervenzellen.
Eisen ist besonders für den Sauerstofftransport wichtig, wovon Läufer großen Nutzen ziehen. Neben einer gut funktionierenden Muskelarbeit, sorgt Kalzium für den Knochen- und Zahnaufbau, eine guten Blutgerinnung und ein leistungsfähiges Nervensystem.
 

Vorteile in der eigenen Küche

Generell gilt, wer selbst kocht, kann die Zusatzstoffe und Inhalte seiner Ernährung besser regulieren. Möchte man eine Vitamingruppe gezielter zuführen, so kann man das durch eine gezielte Auswahl an Lebensmittel steuern. Auch die Natriummenge auf dem Ernährungsplan ist in der eigenen Küche leichter überwachbar.