IAAF und WMM intensivieren Anti-Doping-Kampf

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Mit einer neuen Anti-Doping-Ermittlungsstrategie und einem neuen, intelligenten Testprogramm intensivieren die Athletics Integrity Unit (AIU) des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) und die Abbott World Marathon Majors (WMM) den Kampf gegen Doping im Marathonlauf. Beide Parteien wollen einen verstärkten Fokus auf die Eliteathleten richten, um dem Ziel näher zu kommen, dass diese sich an die Regeln hallten. „Die Abbott World Marathon Majors sind stolz auf ihre Null-Toleranz-Haltung und an ihrer proaktiven Arbeit in der Unterstützung von Anti-Doping-Programmen. In zukünftiger Zusammenarbeit mit den Experten der AIU haben wir optimierte Fähigkeiten im Kampf gegen Doping und wollen damit eine neue Marschrichtung im Straßenlauf einschlagen“, zeigt sich Tim Hadzima, Geschäftsführer der WMM erfreut. Der Testingpool umfasst aktuell 150 Marathonläuferinnen und -läufer. Die sechs wichtigsten Marathonläufe der Welt (Tokio Marathon, Boston Marathon, London Marathon, Berlin Marathon, Chicago Marathon und New York City Marathon, Anm.) investieren dafür einige Hunderttausende Euro. Mit diesem Testing Pool und den Investitionen in Trainingskontrollen wollen sich die World Marathon Majors auch von allen anderen Marathonläufen mit dem Golden Label der IAAF weiter abgrenzen.
 

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„Ein Exempel für sauberen Sport“

Die World Marathon Majors fahren seit einigen Jahren ein eigenes Testprogramm und führt mit Unterstützung des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) gezielt Trainingskontrollen durch. Seither flogen einige Stars auf, darunter Marathon-Olympiasiegerin Jemima Sumgong, die für acht Jahre gesperrt ist. „Die Abbott World Marathon Majors haben ihr Interesse in der Überführung von Dopingsündern klar gezeigt und haben verstanden, welches Risiko Betrüger für ihre Events bedeuten. Gemeinsam wollen wir ein Exempel für eine sauberen Sport statuieren. Die World Marathon Majors gehören definitiv zu den am besten kontrollierten Sportevents der Welt“, honoriert David Howman, Geschäftsführer der AIU. „Wir sind uns bewusst: Mit den herkömmlichen Tests werden nur unvorsichtige Doper erwischt“, wird Brett Clothier, Vorsitzender AIU, auf der Website von „Let’s Run“ zitiert, „wir müssen aber zusehen, auch jene Athleten, die mit Mikrodosen betrügen, zu enttarnen.“ Daher sei das gezielte Testprogramm der World Marathon Majors der richtige Weg. „Die World Marathon Majors geben den Takt vor. Zukünftig müssen wir nachdenken, wie ähnliche Programme auch für kleinere und weniger zahlungskräftige Events finanzierbar sind“, ergänzt der Australier.
 
 
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