Laufen und Heuschnupfen

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Laufende Nase, tränende Augen, schwerfälliges Atmen, haaatschi – Gesundheit! Kaum verzieht sich der Winter, steht die Pollensaison vor der Tür und gegen bestimmte Pollen allergische Läuferinnen und Läufer haben bei der Ausübung ihrer Leidenschaft die nächste Herausforderung vor sich. „Sobald die Nase ständig rinnt und sobald Atembeschwerden im Sinne von Asthma auftreten, muss man auf Medikamente zurückgreifen. Diese Symptome bedeuten schließlich eine Einschränkung, insbesondere bei körperlicher Aktivität“, sagt der Wiener Allergologe Gunter Sturm im RunUp-Interview (Marathon-Ausgabe 2017).
 

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Autoimmunreaktion

Der Begriff „Heuschnupfen“ in der Umgangssprache beschreibt den Fachbegriff „allergische Rhinitis“ und umfasst diverse Allergien, die mit spezifischen Pollen in Verbindung stehen. Je nach Saison sind Pollen von bestimmten Bäumen oder Gräsern verstärkt in der Luft und rufen Allergien bei empfindlichen Personen hervor. Als Ursache für Allergien gilt im Allgemeinen eine Fehlsteuerung des Immunsystem, das eine übertriebene Abwehrreaktion startet und somit zu einer Autoimmunreaktion führt. Durch das schnellere Atmen bei sportlicher Aktivität treten die Symptome dort am stärksten auf.
 

Leichte Anpassung

Bei richtiger medikamentöser Behandlung müssen Läufer laut Dr. Sturm keine Einschränkung ihrer sportlichen Aktivität in Kauf nehmen, sofern sie sich gut und fit fühlen. Ansonsten ist eine dosierte Aktivität und insbesondere der Verzicht auf Tempoeinheiten empfehlenswert. Früh am Morgen oder spät am Abend ist die Pollenkonzentration in der Luft am geringsten und daher für Allergiker angenehmer zu laufen. Der beste Zeitpunkt ist nach einem leichten Regenschauer, wenn die Polen aus der Luft gewaschen werden.