Regelmäßiger Schlaf eine wichtige Basis für Gesundheit

© SIP / fotolia

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Ausreichend Schlaf – und das in aller Regelmäßigkeit – ist eine Grundbedingung, um sportliche Träume zu realisieren. Nur mit ausreichendem Schlaf ist die höchstmögliche Aufmerksamkeit des Körpers und des Geistes gegeben, um die individuell beste sportliche Leistung abrufen zu können. Das gilt für Profisportler genauso wie für Freizeitsportler.
Der Schlaf ist der stetig wiederkehrende, stundenlange Regenerationsmechanismus des Menschen. Für sportlich aktive Menschen, die ihren Körper fordern, nimmt der Schlaf daher eine noch wichtigere Rolle ein. Denn der Schlaf dämmt auch das durch körperliche Aktivität aktivierte, als „Stresshormon“ bekannte Cortisol ein. Cortisol und auch Testosteron folgen beide einem zirkadianen Rhythmus, der etwa durch Schlafstörungen oder unausgewogenen Schlaf unterbrochen wird.
 

Optimale Rahmenbedingungen

Wer unter Schlafstörungen oder Einschlafproblemen leidet, sollte versuchen, die Rahmenbedingungen für das Schlafen zu optimieren. Durch eintretende Dunkelheit wird das Hormon Melatonin aktiviert, das uns Ermüden lässt und damit Schlaf fordert. Eine aktuelle Studie, veröffentlicht vom Deutschen Gesundheitsportal, zeigt, dass zusätzlich eingenommenes Melatonin die Schlafqualität bei Menschen, die unter Schlafproblemen leiden, tatsächlich verbessert.
Zu optimalen Rahmenbedingungen zählt auch ausreichend Bewegung. Zahlreiche Studien bringen einen aktiven Alltag und hohe Schlafqualität direkt in Verbindung. Eine Laufrunde ist damit eine perfekte Einschlaf-Hilfe. Allerdings sollte ein genügender zeitlicher Abstand zwischen sportlicher Betätigung und dem Einschlafen liegen. „Es ist wichtig, dass man zur richtigen Zeit Sport betreibt. Wenn das gelingt, schlafen die Menschen nachts auch besser“, erklärt Chronobiologe Dr. Maximilian Moser im RunUp-Interview (Frühjahrsausgabe 2018). „Generell ist ein Abendlauf nicht empfehlenswert. Dagegen empfehle ich einen Morgenlauf. Da kann man auch eine höhere Leistungsfähigkeit abrufen.“
 

Regelmäßigkeit als Schlüsselwort

Regelmäßiger und ausreichender Schlaf ist förderlich für die menschliche Gesundheit. Laut einer aktuellen Studie aus der Universität von Göteborg (Studienautorin: Moa Bengtsson) steigt das Risiko bei Männern mittleren Alters um 50% an, in den folgenden 20 Jahren an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden, wenn sie pro Nacht nur fünf Stunden oder weniger schlafen. Wer ausreichend und gut schläft, hat laut einer britischen Studie seltener unter Gewichtsproblemen zu leiden.
Forscher betonen immer wieder die Regelmäßigkeit des Schlafs, die einen möglichst gleich bleibenden Lebensrhythmus aufrecht erhält. Laut einer neuen Studie der University of Colorado, die unlängst im Fachmagazin „Current Biology“ veröffentlicht wurde, kann ein durch Ausschlafen am Wochenende aufgefülltes Schlafpensum die Vorteile von regelmäßigem Schlaf nicht wettmachen. Wer unter der Woche auf Schlaf verzichtet und dafür am Wochenende länger im Bett bleibt, verwirrt die Insulinproduktion, weshalb die US-amerikanischen Forscher eine Verbindung zu einer höheren Wahrscheinlichkeit von Herz-Erkrankungen und Diabetes ziehen.